Rote Telephone-Box als Symbol der Freundschaft

Einweihung des Malmesbury-Platzes in Bad Hersfeld.
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Einweihung des Malmesbury-Platzes in Bad Hersfeld.

Der Malmesbury-Platz in Bad Hersfeld wurde am Mittwoch feierlich eingeweiht. Eine britische Telefonzelle soll das Symbol der Kommunikation und der Freundschaft zwischen den beiden Städten sein.

Bad Hersfeld - Einen Meilenstein der Freundschaft setzten am Mittwochnachmittag ie Städte Bad Hersfeld und Malmesbury. Mit der feierlichen Einweihung des Malmesbury-Platzes am östlichen Ende des Schilde-Areals vertieften die beiden Lullusstädte ihre Freundschaft. "Dass dies möglich wurde, ist ein großer Verdienst der beiden Partnerschaftsvereine", sagte Bürgermeister Thomas Fehling.

Die rote Telefonzelle, eine Art Symbol für England, wird nun den Platz zieren. "Diese Telefonzelle wurde einzig aufgrund privaten Engagements nach Bad Hersfeld gebracht", so Fehling. Die Vereine "Friends of Malmesbury" in der Kreisstadt und "Friends of Lullus" in Malmesbury hatten dieses "Symbol der Freundschaft" gekauft und an seinen endgültigen Standort bringen lassen. "Der Malmesbury-Platz wird im Zentrum des geplanten Stadtquartiers Schildepark/Wevergelände stehen", so der Bürgermeister. Somit sei der Standort genau richtig. Er erwähnte auch, dass es demnächst einen "Lullusplatz" in Bad Hersfeld geben solle.

"Unsere Freundschaft wird stärker"

Jeff Penfold, der Repräsentant aus Malmesbury, nannte Lullus, der Mönch in Malmesbury war, einen "wahren Europäer", der die Verbindung zwischen den beiden Städten vor Jahrhunderten geschaffen habe. Nachdem Dr. Sigmar Gleiser die englischen Stadt besuchte, sei den Menschen in Malmesbury erst klar geworden, welche Verbindung zwischen den beiden Wirkungsstätten Lullus' bestand. Der damalige Bürgermeister Ray Sanderson habe dann das Hersfelder Lullusfest besucht. "Das war der erste offizielle Besuch eines Engländers seit Lullus", scherzte Penfold. Inzwischen bestünde ein reger Austausch von Bürgern beider Städte.

Die "Red Telephone Box" nannte Penfold ein Symbol für England wie den Tower of London, den Buckingham Palace oder Stonehenge. "Es ist ein Symbol der Kommunikation" und auch der bevorstehende Brexit könne nichts an der Verbindung ändern. "Länder bestehen aus Menschen, nicht aus Politikern", so Penfold. "Was auch immer der Brexit bringt: Unsere Freundschaft wird stärker und stärker."

Lullus als Brückenbauer

Pfarrer Frank-Nico Jaeger nannte sowohl Jesus Christus als auch Lullus "Brückenbauer", die keine Gräben zuschütten. "Brückenbauer brauchen ein festes Fundament. Aus der Partnerschaft zwischen Malmesbury und Bad Hersfeld ist über viele Jahre eine tragfähige Brücke geworden", so Jaeger. Auch Monsignore Bernhard Schiller erwähnte die Brücke, auf der sich der Malmesbury-Platz befindet. "Lullus, der Brückenbauer, ließ sich über den Ärmelkanal rufen und wollte vor 1233 Jahren in Hersfeld sterben", so Schiller.

Das Blechbläser-Ensemble der Modellschule Obersberg und der Konrad-Duden-Schule unter der Leitung von Ulrich Meiß bereicherte die Einweihung mit "Rule Britannia", "Ode an die Freude" und "Heal the World" von Michael Jackson. Die Theater-AG der Konrad-Duden-Schule spielte eine Szene aus dem neuen Lullus-Stück, an dem die Schülerinnen und Schüler gerade arbeiten. Dabei treffen Kinder der Vergangenheit und der Gegenwart aufeinander und lernen viel über Lullus, den Mainzer Erzbischof und Gründer der Stadt Hersfeld.

Symbol für die Verbindung beider Städte

"Die Telefonzelle wird der Gemeinschaft dienen. Den genauen Verwendungszweck kann ich allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen", sagte Heinz-Jörg Kretschmer, der Vorsitzende der "Friends of Malmesbury". Die Zelle wird auch noch einmal abgebaut, da das Fundament nicht rechtzeitig fertig wurde. "In 14 Tagen wird sie aber dauerhaft am Malmesbury-Platz installiert", so Kretschmer. Sie sei ein Symbol für die Verbindung der beiden Städte. Er habe auch mitbekommen, dass in Zukunft auch eine Straße in Malmesbury "Bad-Hersfeld-Straße" heißen solle. "Unsere Freundschaft besteht trotz Brexit weiter", so Kretschmer zum Schluss.

Etwa 150 Menschen waren gekommen, um der feierliche Einweihung des Malmesbury-Platzes beizuwohnen.

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