Rotenburg: Bahnsteig muss erneuert werden – freier Bäder-Eintritt für ehrenamtliche Hilfskräfte

Der Bahnsteig in Lispenhausen ist in einem miserablen Zustand. Foto: nh

Stadtverordnetenversammlung in Rotenburg: Der Bahnsteig in Lispenhausen, freier Eintritt für Hilfskräfte, Senkung der Kosten für U3-Betreuung und mehr standen auf der Tagesordnung.

Rotenburg. Altbekannte Themen, über die schonmal in einer Stadtverodnetenversammlung abgestimmt wurde, wurden in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend in Rotenburg wieder aufgegriffen. So beantragte die CDU-Fraktion nochmals eine Resolution für den Bahnhof Lispenhausen. Der Bahnsteig in Lispenhausen in Fahrtrichtung Kassel sei in einem desolaten Zustand und für viele Fahrgäste nicht zumutbar. Deswegen sollen die Stadtverordneten die Deutsche Bahn AG dazu auffordern, die Planung und Umsetzung für die Erneuerung des Bahnsteiges zu forcieren und zeitnah durchzuführen, wie die CDU in ihrem schriftlichen Antrag erklärt. Die Umsetzung solle außerdem die Erschließung und Bereitstellung von neuen Parkplätzen beinhalten. „Die Deutsche Bahn AG wird aufgefordert, hierzu zeitnah eine Planung vorzulegen und diese in Absprache mit der Stadt umzusetzen“, so die Forderung am Ende des CDU-Antrags.

Dass sie diese Thematik schon einmal in einer Sitzung beschlossen hatten und nun erneut aufgegriffen wurde, begründete CDU-Fraktionsvorsitzender Jonas Rudolph wie folgt: „Der Bahnsteig des Lispenhäuser Bahnhofs ist in dem Zustand, vor allem für ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Behinderung, unzumutbar. Die CDU- Fraktion will sich nicht damit zufrieden geben, dass es noch Jahre dauert, bis etwas unternommen wird. Deshalb müssen wir den Druck auf die Deutsche Bahn aufrecht erhalten und den Bahnsteig nochmals ins Gespräch bringen“, erläuterte Rudolph stellvertretend für die CDU. Die überzeugten Parlamentarier nahmen den Antrag einstimmig an.

Ein „Dankeschön“ für alle Helfer in Rotenburg

Der Tagesordnungspunkt 15 wird künftig allen ehrenamtlichen Helfern in der Not zu Gute kommen: Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten, dass alle aktiven Mitglieder der Einsatzabteilungen Freiwillige Feuerwehr Rotenburg und Stadtteilwehren und der Ortsverbände von DRK, THW, und DLRG bei Vorlage ihres Dienstausweises freien Eintritt in den Rotenburger Schwimmbädern erhalten. Außerdem wird ihnen eine Ermäßigung von 50 Prozent auf die Familiensaisonkarte und Kombikarte gewährt. Die Parlamentarier waren sich einig, dass der freie Eintritt für ehrenamtliche Helfer eine nette Geste und ein Dankeschön für ihren Einsatz ist.

Weniger Kosten für U3-Betreuung

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Beratung und Beschlussfassung über die Änderung der Satzung für die Kostenbeiträge für Kindertageseinrichtungen. Für eine mögliche Kostensenkung für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren stellte die SPD-Fraktion einen Antrag: Die Verwaltung soll überprüfen, ob sich eine Senkung der Kostenbeiträge in Berücksichtigung der nächsten Haushaltspläne realisieren lässt. Der Mehraufwand für eine Senkung der U3-Betreuung um zehn und um 20 Prozent solle ausgewiesen und zur weiteren Beratung vorgelegt werden. Auch da waren sich die Anwesenden einig – Sie wollen in diesem Punkt dran bleiben und nach einer Lösung suchen, um Eltern künftig finanziell entlasten zu können.

Keine Gebühr mehr für Bestuhlung

Tolle Neuigkeiten gibt es nach der Stadtverordnetenversammlung auch für die Rotenburger Gastronomen: Für ihre Bestuhlung im öffentlichen Verkehrsraum brauchen sie nun keine Gebühren mehr zahlen. Die CDU-Fraktion beantragte nämlich, die „Satzung über Erlaubnisse und Gebühren für Sondernutzungen im öffentlichen Verkehrsraum“ zu ändern. Fünf Stadtverordnete stimmten dem Antrag nicht zu. Die SPD wäre nur einverstanden, die Gebühr zu senken, aber nicht auf die Gebühr zu verzichten. Letztlich konnte die Mehrheit den Antrag aber durchsetzen.

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