Rotenburger helfen Rotenburgern

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Freuen sich über die Unterstützung durch das Team des Lebendigen Adventskalenders, vertreten durch Alexander Mey (li.) und Cornelia Haag-Lorenz (re.): Familie Schaub – Kristina und David – mit ihren Kindern (v. li.) Erik (5), Sophie (9) , Helena (7) und Oskar (2).

Durch die Veranstaltungen des Lebendigen Adventskalenders wurden 1.200 Euro an Spenden gesammelt, die jetzt dazu verwendet werden, um Menschen, die mit Schicksalsschlägen zu kämpfen haben, unter die Arme zu greifen.

Rotenburg. Zwar ist die Advents- und Weihnachtszeit schon einige Zeit vorüber, doch manche Auswirkung hat die besinnliche Zeit des vergangenen Jahres 2018 noch immer. Der Lebendige Adventskalender der Stadt Rotenburg ist bereits seit einigen Jahren ein fester Termin in der Vorweihnachtszeit, der sich großer Beliebtheit erfreue, wie (Mit-)Initiatorin Cornelia Haag-Lorenz vom Wasserkraftwerk Haag zu berichten weiß.

„Insgesamt haben 17 Privatleute, Vereine und städtische Einrichtungen an unserem Lebendigen Adventskalender teilgenommen“, berichtet Haag. „Vom musikalischen Gottesdienst, über gemütliches Beisammensein rund um eine Feuerschale, die Vorstellung des Hessentagspaares, bis zu unserer vorweihnachtlichen Lasershow an der Fuldabrücke, gab es an fast jedem Tag eine schöne Aktion“, erklärt Haag-Lorenz das Programm. Lediglich am 8. Dezember musste der Adventskalender geschlossen bleiben, da sich an diesem Tag niemand fand.

Im Rahmen der abendlichen Veranstaltungen wurden Spenden für gemeinnützige Zwecke gesammelt, die sich – nach Abzug der Selbstkosten – auf 1.200 Euro belaufen. Die Spendensumme wird für zwei Zwecke verwendet: Einerseits zur Realisierung einer kostenintensiven Psychotherapie, auf die das Opfer eines Überfall an der eigenen Haustür angewiesen ist, andererseits an Familie Schaub, deren Söhne Erik und Oskar 2018 schwerwiegende Diagnosen erhalten haben.

„Es ist ein großes Glück, dass wir hier heute mit allen Kindern sitzen können“, erzählt Kristina Schaub und lässt die schwierigen zwölf Monate Revue passieren. „Unser Sohn Oskar, der zwei Jahre ist, hat einen angeborenen Herzfehler, der behandelt werden musste und bei Erik wurde Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert“, so die Mutter der beiden und ihr Ehemann David Schaub ergänzt: „Oft war ich nur noch am funktionieren. Glücklicherweise geht es jetzt wieder bergauf.“ Und ohne die tatkräftige Unterstützung der (Schwieger-)Eltern, die noch immer in der Region – in Weiterode und Braach – leben, hätte diese schlimme Zeit nur schwer überstanden werden können.

Aus beruflichen Gründen zog Familie Schaub in das brandenburgische Seilershof und die Krankheiten der beiden Söhne machten eine mehrmalige Fahrt vom Land in die Kliniken nach Berlin notwendig. „Wir mussten uns mit der Betreuung ständig abwechseln, so dass unsere Töchter manchmal bis zu vier Stunden am Tag im Auto unterwegs waren“, sagt der Familienvater. „Außerdem habe ich als freiberuflicher Interface-Designer oftmals das Problem gehabt, auf der Kinderonkologiestation ein Kundengespräch am Telefon führen zu müssen, während da gerade die Musiktherapie stattfindet. Und manche Aufträge musste ich vollständig abgeben, sodass wir auch mit Gehaltseinbußen zu kämpfen hatten“, so der 38-Jährige weiter.

„Wir freuen uns, dass eine so hohe Spendensumme zusammengekommen ist und wir damit Menschen in schwierigen Zeiten unter die Arme greifen können“, freut sich (Mit-)Initiator Alexander Mey, von der Rotenburger Firma Alexander Mey Kundendienste, abschließend.

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