Roth sagt „Ja“ zu „Raus aus Afghanistan!“

Berlin/Waldhessen. Die Begrenzung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr unterstützt der Bundestagsabgeordnete Michael Roth (SPD). Bei einer nament

Berlin/Waldhessen. Die Begrenzung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr unterstützt der Bundestagsabgeordnete Michael Roth (SPD). Bei einer namentlichen Abstimmung zur Verlängerung des ISAF-Mandats votierte Roth heute (Freitag, 28. Januar) für eine auf ein Jahr befristete Fortsetzung des Auslandseinsatzes.

Möglich geworden war dies, nachdem die Bundesregierung ihr Konzept überarbeitet und sich in weiten Teilen den Kernforderungen der Sozialdemokraten angeschlossen hatte.

"Trotz heftiger Kritik von Seiten der CDU im vergangenen Jahr teilt die Bundesregierung nunmehr unsere kritische Beurteilung der Lage", so Roth. Das Konzept der SPD sieht als Kernpunkte den Abzug ab 2011 bis 2014 im Einklang mit der internationalen Staatengemeinschaft, die Stärkung des zivilen Aufbaus und die Beschleunigung der Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte vor, erläutert SPD-Politiker Roth.

"Ministerpräsident Kurt Beck wurde seinerzeit von der CDU für seine Forderung ausgelacht, Gespräche auch mit den moderaten Taliban zu suchen. Heute findet sich genau das in dem Regierungsantrag wieder", wundert sich Roth. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert nun die schwarzgelbe Bundesregierung auf, vor der internationalen Afghanistan-Konferenz Ende 2011 einen verbindlichen Abzugsplan vorzulegen.

Bundestagsabgeordneter Michael Roth warnt jedoch auch vor einem übereilten Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan, wie es vereinzelt gefordert werde. "Ein unkontrollierter, plötzlicher Rückzug hätte fatale Folgen für die afghanische Bevölkerung. Das entstehende Machtvakuum würde sehr wahrscheinlich all das zerstören, was bislang unter großen Opfern an Stabilität, Infrastruktur und Sicherheit aufgebaut wurde", ist Michael Roth überzeugt.

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