Rudolf Krause im Strandkorb-Geplauder: Theater ist etwas Tolles

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Der KA traf „Hexenjagd“-Star Rudolf Krause und sprach mit ihm über die laufende Festspielsaison und seine Hauptrolle im „Kredit“ (ab 11. August)

Bad Hersfeld. "Theaterspielen ist etwas ganz Tolles", sagt Rudolf Krause mit ­glänzenden Augen. Kein Wunder, denn für Krause ist die Schauspielerei kein Beruf – sondern eine Berufung. Und das er nicht nur  ­leidenschaftlich dabei ist, sondern auch über jede Menge Talent verfügt, dürfte auch den Waldhessen inzwischen klar sein, denn: Der 52-Jährige ist in diesem Jahr bereits das zweite Mal in Bad Hersfeld engagiert. Er ist in Dieter Wedels "Hexenjagd" als intriganter Thomas Putnam zu ­sehen – und begeisterte das Publikum. Dass er aber auch ‘witzig kann’, beweist er ab 11. August, wenn das Stück "Der Kredit" auf der Festspielwiese Premiere feiert. Er übernimmt in dem Zwei-Mann-Stück eine Rolle neben ­Comedy-Star Markus Majowski.

Bereits seit Kindheitstagen steht er auf der Bühne. "Da wurde mir schnell klar, hier will ich sein", erinnert er sich heute. So schätzt er vor allem die besondere Herauforderung auf der Bühne. "Durch die Musik  ist Atmosphäre in einer Oper schon da, im  Theater muss man sie selbst ­schaffen. Mit ganz ausbalancierter Stimme diese Herausforderung zu meistern, ist ­eine Kunst, aber eine sehr reizvolle Kunst", schwärmt Krause weiter von der Schauspielerei.

Außerdem beschäftigt er sich gerne mit gesellschaftspoli-­tischen Fragen – sowohl ­privat wie auch auf der ­Bühne. Und einem solchen Thema widmet sich auch das Festspielstück "Der Kredit". Auf unterhalt­same und vor ­allem lustige Art und Weise versuche man hier der Frage, was einer Bank ­wichtiger ist, "Der Kunde und dessen ­Existenz oder aber nur die rechtzeitigen ­Tilgungen", auf den Grund zu gehen.

Dadurch, dass bei dem Stück nur Krause und Majowski auf der Bühne stehen, steigt die Herausforderung. Das Stück stammt aus der ­Feder von Jordi Galceran, der, wie der Zufall es will, nicht nur am selben Tag wie Krause Geburtstag hat, sondern auch im selben Jahr geboren wurde. Und auch Majowski zählt zum ­selben Jahrgang. "Ein witziger Zufall", freut sich Krause. Gute Vorzeichen also für ein kunterbuntes und sehr unterhaltsames Stück Festspiel-Geschichte.

"Das Stück verarbeitet das Thema ‘Geld’ klug und weist auf die Kluft zwischen dem Mensch in Not und der ­Sicherheit für die Bank hin", so Krause. Außerdem gibt es Live-Musik von Matthias Trippner. Für Krause, der zu Beginn seiner Karriere vor ­allem im Musiktheater aktiv war, ist "Der Kredit" dadurch besonders attraktiv.Über die Arbeit mit ­Intendant Dieter Wedel sagt er, sie sei toll gewesen. "Er ist so Feuer und Flamme bei den Proben, dass man ihn an ganz einfache, menschliche Bedürfnisse, wie Essens­pausen, erinnern muss", lacht Krause.

Sowieso fühlt er sich der Berliner in Bad Hersfeld sehr wohl. "Ich bin sehr gerne hier. Es ist beschaulich und friedlich. Wenn ich mich erholen will, muss ich nicht lange nach geeigneten Plätzen ­suchen", lobt Krause die Festspielstadt. Und das hat er auch nötig, denn derzeit ­arbeitet er sieben Tage am Stück, jeweils von morgens bis in die Abendstunden. für seine Rolle bei Hexenjagd und auch die Proben für Der Kredit stehen kurz bevor. "Es ist anstrengend, aber es macht eben auch jede Menge Spaß", verrät er abschließend.

Karten für "Hexenjagd" und "Der Kredit" bekommen Sie im Internet unter www.bad-hersfelder-festspiele.de

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