Runder Tisch zur Versenkerlaubnis: Ein notwendiger Schritt auf einem schwierigen Weg

Kassel/Waldhessen. "Die neue Versenkerlaubnis für die Entsorgung von Salzabwasser aus der Kaliproduktion ist die Verlängerung eines höchst

Kassel/Waldhessen. "Die neue Versenkerlaubnis für die Entsorgung von Salzabwasser aus der Kaliproduktion ist die Verlängerung eines höchst problematischen Umwelteingriffs, der aber als Übergang zu einer nachhaltigen Lösung gegenwärtig nicht zu vermeiden ist. Der in Zeit und Menge begrenzte Eingriff ist zur Sicherung der Arbeitsplätze und der Kaliproduktion vorübergehend hinnehmbar, sofern er mit dem Grundwasserschutz zu vereinbaren ist.

Voraussetzung dieser begrenzten Vereinbarkeit ist zum einen die erfolgreiche Reduzierung des Salzabwassers durch K+S um 50 Prozent bis 2015 und zum anderen die Beendigung jeder Versenkung und Einleitung schnellstmöglich, spätestens ab 2020", so der Leiter des Runden Tisches, Prof. Dr. Brinckmann.

Zum Hintergrund:

– In seiner Empfehlung vom Februar 2010 ist der Runde Tisch ist sich einig: Die Versenkung von Salzabwasser in den Untergrund kann keine Lösung auf Dauer sein: Die große Mehrheit fordert in der Empfehlung eine Einstellung der Versenkung sobald wie möglich: Spätestens 2020 darf kein Salzabwasser mehr in den Untergrund – und auch nicht mehr in die Werra eingeleitet werden.

– K+S ist auf dem richtigen Weg. Die Maßnahmen zur Halbierung der Abwassermenge sind begonnen,  sie sollen 2015 vollständig greifen. K+S muss unverzüglich eine umsetzbare Planung für eine Entsorgung der unvermeidbaren Salzabwassers ohne Versenkung und Einleitung in die Werra vorlegen.

– Bis diese realisiert ist, sind Übergangslösungen für die Entsorgung des verbleibenden Salzabwassers erforderlich. Nach Auslauf der Genehmigung und der damit verbundenen Einstellung der Versenkung im Jahr 2015 wird bis 2020 daher auch die weitere Einleitung in die Werra nötig sein.

Alternativ müsste – was kein Mitglied des Runden Tisches anstrebt – die Produktion bis dahin heruntergefahren werden.

Die streng befristete Versenkerlaubnis ist daher notwendig, so Prof. Brinckmann: "Versenken, um die Fortführung der Produktion zu ermöglichen – und Befristen, um den Druck auf K+S für nachhaltige Lösungen aufrechtzuerhalten."

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HIER als PDF die Öffentliche Stellungnahme des Runden Tisches zu der K+S erteilten Erlaubnis einer befristen Verlängerung der Salzabwasserversenkung

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