Saat für die Zukunft

Biobauern fordern Gentechnik-Verbot und Kennzeichnung Von PHILIPP LINGAlheim/Morschen. Mit einem Antrag an die Gemeindeparlamente der Nachbargem

Biobauern fordern Gentechnik-Verbot und Kennzeichnung

Von PHILIPP LING

Alheim/Morschen.Mit einem Antrag an die Gemeindeparlamente der Nachbargemeinden Alheim und Morschen wollen Biobauern aus der Region auf die Probleme der Agro-Gentechnik hinweisen. Die Gemeindeparlamente sollen das Ausbringen gentechnisch vernderter Pflanzen auf gemeindeeigenen Flchen untersagen. Biobauern aus den beiden Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder bergaben die unterschriebenen Antrge auf dem Biogut Kirchhof in Oberellenbach an die beiden Brgermeister Georg Ldtke (Alheim) und Herbert Wohlgemuth (Morschen).

Konflikte und Abhngigkeit drohen

Wir wollen nicht warten, bis die Gentechnik auch hier Einzug hlt, begrndete Harald Brandau, Bio-Landwirt aus Baumbach, den Antrag. Falls Gentechnik in der Landwirtschaft zur Anwendung kme, seien Konflikte unter den Landwirten, Befrwortern und Gegnern, vorprogrammiert, auerdem drohten neue Abhngigkeiten von den Genkonzernen: Wenn wir es nicht mehr schaffen, unser Saatgut selbst herzustellen, knnen wir keine freien Bauern mehr sein.Mit dem Antrag solle bewirkt werden, dass das Thema nicht nur unter den Landwirten, sondern auch in der Gemeindepolitik diskutiert wird.

Die beiden Brgermeister sagten den Biobauern ihre Untersttzung zu. Herbert Wohlgemuth zeigte sich zuversichtlich, dass die Saat, die heute ffentlich gest wurde, in den Gemeindeparlamenten aufgehen wird. Auch Georg Ldtke wnschte der Initiative Erfolg und unterstrich, die Kommunen mssten in dieser Frage mit gutem Beispiel vorangehen.

Gentechnikfreie Lebensmittel sollten selbstverstndlich sein

Dietmar Gro, Biobauer aus Mhlhausen (Schwalm- Eder-Kreis) stellte in seinem anschlieenden Vortrag ber Agro-Gentechnik die nchsten Ziele vor. In Europa sei die Bevlkerung traditionell skeptisch gegenber Gentechnik, weswegen es auch keinen Markt fr gentechnisch vernderte Produkte gebe. Nachdem der Anbau von gentechnisch vernderten Pflanzen bereits erfolgreich verhindert wurde, msse nun noch Gentechnik auf dem Teller verhindert werden. Zustzlich zu der bestehenden Kennzeichnungspflicht forderte Gro die Einfhrung einer Kennzeichnung garantiert genfreier Lebensmittel, bei denen also auch kein gentechnik-belastetetes Futter verwendet wurde. Ebenso msse es selbstverstndlich sein, dass Gemeinschaftsessen, beispielsweise in der Schul-Mensa, gentechnikfrei sei. Abschlieend fasste er zusammen: Wir fordern als Basis grundstzlich gentechnikfreie Lebensmittel, und fr den, der mehr will, Bio-Lebensmittel.

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