Schloss Hohenroda steht zum Verkauf

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Das Schloss Hohenroda befindet sich derzeit in einem sehr schlechten Bauzustand. Bürgermeister Andre Stenda sucht nach potenziellen Käufern.

Hohenroda. Das beeindruckende Schloss Hohenroda in der Schloßstraße 45 in Oberbreitzbach ist momentan der Sitz der Gemeindeverwaltung. Aus gegebenem Anlass wird aktuell nach Interessenten bzw. potenziellen Käufern Ausschau gehalten. Um mehr zu dem Thema zu erfahren traf sich der KA mit Andre Stenda zu einem Bürgermeistergespräch.

Mit gemischten Gefühlen erklärt Stenda, dass sich das Gebäude in einem äußerst schlechten Bauzustand befinde. "Es ist an der Zeit, etwas gegen den Zerfall zu unternehmen", so Stenda. Sieben Mitarbeiter/innen sind bei der Verwaltung in dem pompösen Schloss beschäftigt.Der Platz, der den Verwaltungsmitarbeitern/innen zur Verfügung steht, wird nicht einmal annähernd benötigt. So steht die oberste Etage des Schlosses zum Beispiel leer. Über die Jahre habe sich ein großer Reparaturstau angesammelt. Die äußere Fassade beginnt vermehrt abzubröckeln und auch im Innenraum ist das Gebäude von Grund auf sanierungsbedürftig."Meine Vorgänger haben die Rennovierungsarbeiten des Schlosses offensichtlich ein bisschen schleifen lassen", schmunzelt Stenda.Desweiteren seien die Unterhaltungskosten immens, vor allem da die Verwaltung nur einen kleinen Teil der Gesamtfläche benötige. Jetzt gilt es, die finanziellen Möglichkeiten auszuloten, erzählt der Bürgermeister, sie seien bereits mitten in der Prüfphase.

Kalkulation ist wichtig

Da die Gemeinde Hohenroda  eine Schutzschirmkommune ist, könne die vollständige Sanierung des Schlosses problematisch werden. Die Kommunen müssen stets ein gewisses Maß an Wirtschaftlichkeit aufweisen, ohne den Schuldenberg weiter zu belasten. Gerade jetzt wolle man die verschiedenen Investitionen bestens kalkulieren, da die Gemeinde in 2015 erstmals wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen konnte. Weiterhin stehen Investitionen in den gemeindlichen Kindergarten auf dem Plan.

Erste Kaufinteressenten

Historisch und kulturell sei das Schloss ein wichtiges Wahrzeichen der Gemeinde Hohenroda. Es sei lange überfällig, sich um das Schloss zu kümmern.Stenda verkündet: "Es muss eine vernünftige Folgenutzung für unser Schloss gefunden werden." Deshalb würde jetzt nach Kaufinteressenten gesucht.Es gebe sogar schon Interessenten, die ein paar vielversprechende Ideen auf Lager haben."Fest steht", so das Gemeindeoberhaupt, "die Nachnutzung des Schlosses soll einen Nutzen für die Bevölkerung haben".Wo die Gemeindeverwaltung Hohenroda künftig ihren Sitz haben wird, steht noch in den Sternen. Ob für die Verwaltung neu gebaut wird, sie sich irgendwo einmietet, eine bestehende Liegenschaft ausgebaut oder ob sie doch im Schloss bleiben wird kann Bürgermeister Stenda noch nicht mit Sicherheit sagen. Er ist zuversichtlich, dass sie gemeinsam eine passende Lösung finden werden, möglichst noch in diesem Jahr.

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