Dr. Schmidt bleibt Landrat

Fast 60 Prozent: Dr. Karl-Ernst Schmidt bleibt auch weiterhin LandratVon PHILIPP LINGBad Hersfeld. Als am Sonntagabend im Landkreisgebäude das Enderg

Fast 60 Prozent: Dr. Karl-Ernst Schmidt bleibt auch weiterhin Landrat

Von PHILIPP LING

Bad Hersfeld. Als am Sonntagabend im Landkreisgebäude das Endergebnis der Landratswahl via Beamer auf die Großbildleinwand projiziert wurde, knallten bei der CDU die Korken. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt bleibt für weitere sechs Jahre im Amt. Fast 60 Prozent (59,7) der Waldhessen, die zur Wahl gingen, unterstützten den amtierenden Landrat.

In einer ersten Stellungnahme sagte Schmidt, dass es die Wähler offensichtlich honoriert hätten, dass er und seine Mannschaft in den vergangenen fünfeinhalb Jahren gute Arbeit geleisten haben. Schmidt: "Ich habe umgesetzt, was ich versprochen habe und verspreche nichts, was ich nicht halten kann."

Herausforderer Manfred Koch gratulierte dem Sieger zu seinem "super Ergebnis" und lobte den fairen Wahlkampf. Für sein schlechtes Abschneiden machte er die geringe Wahlbeteiligung bei dieser Persönlichkeitswahl verantwortlich: "Es ist uns nicht gelungen, unsere Anhänger ausreichend zu mobilisieren." Auch die aktuelle politische lage und das Konjunkturprogramm hätten es für ihn nicht leicht gemacht.

Das höchste Ergebnis errang Koch – wenig verwunderlich – mit 56,3 Prozent in "seiner" Gemeinde Kirchheim. Und seine Wähler dort dürften dem Ergebnis auch etwas postives abgewinnen können, denn immerhin bleibt ihnen auf diese Weise ihr Bürgermeister erhalten. Spekulationen über seine Zukunft, beispielsweise Ambitionen auf das Amt des Ersten Kreisbeigeordneten, wies Koch zurück.

Die CDU interpretierte das Ergebnis als Trendwende. So erhofft sich der CDU-Kreisvorsitzende Helmut Heiderich davon Rückenwind für die Bundestagswahl im September. Die SPD hingegen glaubt nicht an einen Trend für die Bundestagswahl, wie MdB Michael Roth ausführte.

Ein Wermutstropfen am Wahlabend war allerdings die Wahlbeteiligung: Sie lag bei 40,5 Prozent, 2003 waren es noch 65,8 Prozent gewesen.

HIER geht's zum Video vom Wahlabend

Einen Kommentar von Kreisanzeiger-Redaktionsleiter Karsten Knödl zum Ausgang der Wahl lesen Sie HIER

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EXTRA INFO

Roter Kreistag, schwarzer Landrat

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg leben rund 125.000 Menschen, von denen knapp 100.000 wahlberechtigt sind.

Im Kreistag regiert die SPD (29 Sitze) zusammen mit den beidenVertretern der Freien Liste. In der Opposition ist die CDU mit 23 Sitzen die stärkste Fraktion.

Die Grünen kommen ebenso wie die FDP auf zwei Sitze. Je einen Sitzhaben die Linke, die Freie Wählergemeinschaft und die UnabhängigeWahlalternative Hersfeld-Rotenburg.

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