Schritt nach vorn

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Rotenburg/Alheim. Die interkommunale Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut.

Rotenburg. Von einem "Meilenstein" sprach Christian Grunwald und auch sonst hatte die Debatte etwas schwärmerisches: Auf der Stadtverordnetenversammlung am 19. Dezember wurde einstimmig beschlossen, die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Rotenburg und Alheim mit der Gründung eines "Alheimer Zweckverbandes" weiter zu intensivieren.

In diesem sollen ab 1. Januar die gemeinsame Kasse sowie der gemeinsame Personalservice mit Entgelt- und Gehaltsabrechnung zusammengefasst werden und außerdem eine Kooperation der Standesämter ausgebaut werden. Chris­tian Grunwald würdigte dabei die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde, was bei einer solchen Kooperation zwischen einem "Großen" und einem "Kleinen" nicht selbstverständlich sei. "Wir haben aber immer auf Augenhöhe gesprochen", sagte er direkt an seinen Amtskollegen Georg Lüdtke gerichtet, der bei der Sitzung anwesend war. Sein Dank galt auch den  Mitarbeitern der beiden Verwaltungen, von denen ebenfalls einige Gäste aus Alheim zugegen waren.

Die Tagesordnung hatte aber noch weitere Punkte zu bieten: Ebenfalls einstimmig beschlossen die Stadtverordneten die Ausweitung der Familienkarte für die städtischen Schwimmbäder auf die Großeltern. Die intern scherzhaft  "Oma-Karte" genannte Vergünstigung sei ein weiterer Schritt in Richtung einer flexiblen und familienfreundlichen Orientierung der Stadt, so Grunwald.

Weiterhin wurde beschlossen, die Betreuung des Stadtar­-chivs an den Geschichtsverein Altkreis Rotenburg zu übernehmen, der die Pflege des Archivs in ehrenamtlicher Arbeit übernehmen wird. Hier ließ es sich Bürgermeister Grunwald nicht nehmen, die Aberkennung des Archivpreises des Landes Hessen zu kommentieren: "Wir sind nun ein Jahr weiter, und das Archiv lebt immer noch." Er bedauerte, dass das Land die kreative Lösung, die in Rotenburg gefunden wurde, offenbar nicht zu würdigen wisse und lud die Jury ein, sich das Archiv nun noch einmal anzusehen – der Geschichtsverein hätte für das Preisgeld sicher eine gute Verwendung.Am Rande der Versammlung wurde außerdem der langjährige Fachbereichsleiter des Bauamts Gerhard Klöpfel unter allseitiger Anerkennung seiner Leistung in den Ruhestand verabschiedet. Mit den besten Wünschen für die anstehenden Festtage entließ Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch die Parlamentarier aus einer sehr produktiven Sitzung.

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