Sechs Monate nach dem Brand im Stall: Aufbau in Heringen läuft

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Nachdem ein Großfeuer die Stallungen des Heringer Reit- und Fahrvereins komplett zerstörte, läuft der Wiederaufbau mittlerweile gut an.

Heringen. Vor fast sechs Monaten wurden die Stallungen des Reit- und Fahrvereins Heringen e.V. durch ein Großfeuer komplett zerstört. Die Ortsteilfeuerwehren aus Heringen, Obersuhl und Bad Hersfeld sowie die Werksfeuerwehr von K+S konnten den Holzstall nur noch kontrolliert abbrennen lassen – zu retten war dort nichts mehr. Auch die Sattelkammer samt Pferde-Utensilien (Sättel, Trensen, Putzbürsten, Longen, Stiefel und Reitkleidung) fiel den Flammen zum Opfer. Glücklicherweise wurden bei dem Feuer weder Mensch noch Tier verletzt. Eins der insgesamt 11 untergebrachten Pferde konnte noch aus dem brennenden Stall gerettet werden. Die übrigen zehn Tiere standen zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Wiese.

Schnelle Hilfe durch zahlreiche Spenden

Nachdem sich die Meldung des zerstörten Stalls in der gesamten Region verbreitet hatte, erreichte die betroffenen Mitglieder des Reitvereins eine Welle der Hilfsbereitschaft. "Es war überwältigend, wie viele Geld-, Sach- und Futter-Spenden uns bereits kurz nach dem Brand erreichten",  berichtet die Pressewartin des Vereins, Desiree Tobisch. Die zahlreichen Spenden ermöglichten unter anderem, dass der Reitunterricht für Kinder zeitnah wieder stattfinden konnte. "Gerade in dieser Zeit der Ungewissheit war es für uns eine mentale Stütze, dass wir so viel Hilfe bekommen haben und wir mit unserem Schicksal nicht allein gelassen worden", erinnert sich Reitlehrerin Yasmin Pankow, "dafür können wir uns gar nicht genug bedanken!" Ein Zeichen der Dankbarkeit soll es dann im nächsten Jahr geben, wenn die neuen Stallungen stehen: Fest eingeplant ist eine Helfer-Fete auf dem Vereinsgelände.

Zahlreiche Privatpersonen und auch Unternehmen aus der Region halfen dem Reit- und Fahrverein, wieder Fuß zu fassen. In einer kürzlich stattgefundenen Sitzung des Vereins wurde verkündet, dass die Spendengelder bereits gut angelegt sind. Für den Übergang wurde für jedes Pferd eine überdachte Weide-Hütte gebaut. Diese dienen dem Schutz der Tiere, die mit Sicherheit noch bis zum Frühjahr Tag und Nacht auf dem Paddock stehen werden. Außerdem wurde von den Spenden weitere Ausrüstung für die Schulpferde gekauft.

Die ersten Schritte für den Wiederaufbau des Stalls sind auch schon gemacht. Die Vereinsmitglieder wurden bereits darüber informiert, dass der neue Stall-Komplex  Platz für 14 Pferde bieten soll und die seperate Bergehalle, die als Stroh- und Heulager dient, durch eine hohe Brandschutzwand gesichert wird. Noch ist lange nicht alles wieder wie vorher, doch ein großer Schritt in die richtige Richtung wurde bereits getan.

HIER können Sie die Meldung vom Großbrand Anfang Juni nochmals nachlesen.

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