Das Aus für Second-Hand-Basare in Bad Hersfeld?

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Basar-Teams sollen in Bad Hersfeld nun Miete an die Stadt bezahlen? „Das Geld haben wir leider nicht“

Bad Hersfeld. Große Auf­-­regung herrschte pünktlich zum Jahresbeginn beim Team vom Rumpelstilzchen-Basar aus Bad Hersfeld und dem Dreikäsehoch-Basar aus ­Sorga. Die Mütter richten seit Jahren regelmäßig Basare aus, ­dessen Erlöse dann an die ­Kindergärten oder ähnliche Einrichtungen gespendet werden. Eigentlich eine gute ­Sache. Die Stadt kam den ­Orga­nisatoren bisher auch immer entgegen und stellte die ­Räumlichkeiten für einen solchen Basar kostenlos zur Verfügung. Bis jetzt: denn nun verlangt die Stadt Bad Hersfeld plötzlich Miete. Das Aus für die Basar-Teams?

Rumpelstilzchen Basar weicht nach Wippershain aus

Der Rumpelstilzchen-Basar findet eigentlich im zur Ver-­fügung gestellten Bürgerhaus Hohe Luft statt. Stolze 170 ­Euro – plus Strom sollen die Mütter nun für diese Räumlichkeiten zahlen. "Das ist Geld, was wir einfach nicht haben", berichtet Heike Dürnbeck vom Rumpelstilzchen Basar-Team.  ­Kollegin Barbara Kant stimmt zu: ­"Immerhin geht der Erlös an ­einen guten Zweck."

Der Dreikäsehoch-Basar aus Sorga steht vor dem Aus

Nicht nur das Team vom ­Rumpelstilzchen Basar ist betroffen. In Sorga, ebenfalls ein Ortsteil von Bad Hersfeld, ­haben die Mütter ähnliche sorgen. Auch hier soll das Team vom Dreikäsehoch-­Basar Miete bezahlen. Olivera Fischer erklärt: "Wir sind stinksauer und stehen nun ohne Räumlichkeiten da." Sie habe die Zahlen durchgerechnet und sei zu keinem guten Ergebnis gekommen: "Hätten wir die Miete im letzten Jahr schon zahlen müssen, dann hätten wir Schulden gemacht." Und das ohne die Spenden, die das Basar-Team regelmäßig für den guten Zweck leistet.

Der nächste Frühjahrsbasar findet auf jeden Fall noch in der Sorgaer Turnhalle statt. Danach wisse man noch nicht, wie es weiter geht. ­"Unser kleinster Basar, der Spielzeugbasar, ist definitiv gestorben bei solchen Mietkosten", erklärt Olivera ­Fischer ­traurig.

So soll es mit den Basar-Teams weitergehen

Der Rumpelstilzchen Basar aus Bad Hersfeld hat bereits eine möglich Lösung ge-­funden. Dürnbeck: "Wir ­können unseren nächsten ­Basar, der bereits am 19. ­Februar stattfinden soll, in Wippershain durchführen."

In Sorga berät man sich die kommenden Tage noch, wie es weitergehen soll. Fest steht für die Mütter aber: "Wir ­wollen in Sorga bleiben". Die Stadt habe vorgeschlagen, dass man in die Räume der Kindergärten gehen solle. Doch die seien dafür zu klein. "Es ist schade, wenn wir ganz aufhören müssten. Immerhin stecken die Mütter viel Arbeit und Zeit in dieses Projekt", so Fischer.

Das sagt die Stadt Bad Hersfeld dazu

Auf KA-Anfrage bestätigte die Stadt Bad Hersfeld diese Änderung. "Die Stadtverordnetenversammlung hat das erste Mal seit 1993 die Tarif- und Benutzerordnung für Dorfgemeinschaftshäuser ge­ändert", heißt es von Seiten der Stadt Bad Hersfeld. In den geänderten Bestimmungen wurde festgehalten, dass alle Dorfgemeinschaftshäuser nur noch für gewisse Veran-­staltungen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden sollen. Das seien unter anderem kirchliche und kulturelle, sowie auch für politische Ver­­eine. "Jedoch nicht für Veran­staltungen mit einem wirtschaftlichem Zweck."

Gegen diesen politischen Beschluss wolle man sich seitens der Stadtverwaltung nicht stellen. Dennoch komme man den Müttern entgegen. "Die Stadt würde den Basarteams die Räumlichkeiten zum ­Familienpreis geben. Und anstatt drei Tage würde man die Zeit von Donnerstagabend 18 Uhr bis Samstagmorgen 12 Uhr nur mit einem Tag Miete berechnen.

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