"Seehaus" am Breitenbacher See

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Hier soll das Haus am See entstehen. Foto: Fernau
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So könnte die Hersfelder Straße 15 in Bebra einmal aussehen.
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Hier soll das Seehaus entstehen.

Gleich zwei brandneue Bauprojekte sind in Bebra geplant.

Bebra. Es sind aktuell zwar noch keine konkreten Pläne, aber lebhafte Gespräche im Stadtparlament, die dazu führen, dass es in Zukunft gleich zwei städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen in der Biberstadt geben soll. Beide ambitionierten Pläne wurden am vergangenen Dienstag sowohl der Öffentlichkeit, als auch der Politik zum ersten Mal vorgestellt. „Als Aufschlag für weitere Gespräche sozusagen“, erklärte Bebras Bürgermeister Uwe Hassl.

So könnte die Hersfelder Straße 15 in Bebra einmal aussehen.

Dass im Frühling diesen Jahres im ehemaligen Autohaus Krapf in der Hersfelder Straße 15 die Franchise-Fitnesskette „clever fit“ seine Tore öffnen wird, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch auch die noch leerstehende Mietfläche daneben nimmt nun Formen an. Hier soll, wenn möglich, ein zweigeschossiges Gebäude mit insgesamt rund 1.000 Quadratmetern entstehen. Das alte Gebäude soll dafür abgerissen werden. Einige exemplarische Beispiele, die Investor Kutjim Mustafi und Architekt Volker Dietz den Bebraer Politikern am Dienstagabend präsentierten, waren Handelsunternehmen wie die Drogerie Müller oder Babywalz. „Das sind jedoch nur Beispiele. Solange baurechtlich nicht alles geklärt ist, sei es fast unmöglich feste Verträge mit einem Geschäft zu schließen“, so Dietz. Auch der Vorschlag einer weitere Fast-Food-Systemgastronomie, speziell „KFC“ wurde geäußert.

Die Pläne stießen im Stadtparlament jedoch eher auf zwiegespaltene Meinungen, will man doch in erster Linie den ortsansässigen Gewerbetreibenden den Vorrang gewähren. Zudem wünsche man sich, zukünftige Stadtentwicklung vorerst im Innenstadtkern zu realisieren, statt sie am Außenbezirk zu verlagern.

Wichtig sei es den Politikern daher zunächst, genau zu erfahren, welches Geschäft die Räumlichkeiten beziehen würde. Aus dem Lager der CDU wurde auch der Vorschlag gemacht, eine Arztpraxis in die Räumlichkeiten zu integrieren, um dem Ärztemangel entgegenzukommen. Investor Mustafi zeigte sich interessiert an dieser Idee. „Die Familie Mustafi fühlt sich sehr wohl in Bebra und ich möchte mit dem Investment am Ende die Stadt stärken“. Das Thema bleibt also definitiv spannend und soll in einer der kommenden Stadtverordnetenversammlungen weiter besprochen werden.

Das Seehaus am Breitenbacher "Baggerloch"

Hier soll das Seehaus entstehen.

Die zweite Präsentation sorgte am Dienstagabend dann für eine große Überraschung im Stadtparlament: Der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg wird Investor eines sogenannten Seehauses, das in absehbarer Zeit am Breitenbacher Baggersee verwirklicht werden soll. Realisierbar sei das Projekt, wenn alles gut läuft, bis etwa 2021.

Das zweigeschossige Haus am See mit Panoramablick soll sich hervorragend in das Landschaftsbild integrieren – so wird es neben einer öffentliche Gastronomie – mit gutbürgerlicher aber auch gehobener Küche – auch separate Räumlichkeiten für private Festlichkeiten und Firmenveranstaltungen geben. Für Gäste, die von außerhalb anreisen, stehen zudem sechs Gästezimmer/Apartments zur Verfügung – mit tollem Blick auf den See. 15 bis 20 neue Arbeitsplätze würden so ebenfalls entstehen.

Der Bauantrag wird noch in diesem Jahr gestellt – wann der Bau beginnt, ist allerdings noch unklar. Für die nötige Infrastruktur und eine bestmögliche Versorgung sei aber bereits gesorgt.

Das Gebäude soll echten Bootshaus-Charakter ausstrahlen, zudem ist eine Einbuchtung mit Promenade geplant. Eine Videopräsentation zeigte die Pläne gut, die Bebraer Politiker gaben sich schwer begeistert. Lediglich für die aktuelle Wohnwagenstellfläche müsse noch ein neuer Platz gefunden werden – denn dieser würde mit dem Bau wegfallen. Es bleibt also spannend in Bebra.

Nun gilt es jedoch, beide Projekte, die noch ganz am Anfang der Planungen stehen, in Zukunft weiter voranzubringen.

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