„Sehr geehrte Frau Huth, mit Ihrem Leserbrief haben Sie Herrn Lings Kommentar mehr als legitimiert!“

Sehr geehrte Frau Huth,ich bin zwar nicht der Arbeitgeber von Herrn Ling, als dessen Redaktionsleiter und damit direkter Vorgesetzter werde ich Ihnen

Sehr geehrte Frau Huth,

ich bin zwar nicht der Arbeitgeber von Herrn Ling, als dessen Redaktionsleiter und damit direkter Vorgesetzter werde ich Ihnen aber gerne auf Ihre Stellungnahme antworten.

Leider muss ich Sie enttäuschen: Ich werde Ihrem Wunsch nicht nachkommen und Herrn Ling um Mäßigung bitten. Nein, ich mache genau das Gegenteil: Ich werde ihn ermutigen, noch weitere – und möglichst viele – solcher herz­erfrischenden Kommentare zu schreiben... es war ein Hochgenuss, Herrn Lings Meinung zur Bürgerversammlung Ortsumgehung Lispenhausen zu lesen.

Fangen wir mal vorne an: Herr Ling ist ein ruhiger, ausgeglichener junger Mann, dem ich durchaus eine gewisse Intelligenz und vor allem analytisches Denkvermögen attestiere. Seinen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaft und Soziologie hat er vermutlich nicht deswegen erhalten, "weil er nicht in der Lage ist, Zusammenhänge zu beurteilen"... so wie sie es – sinngemäß – nennen.

Glauben Sie mir, Herr Ling ging absolut wertfrei und völlig neutral zu dieser Bürgerversammlung und kam mehr als desillusioniert zurück. Auch dank Ihnen.

Ich glaube "beratungsresitent" war noch eines der freundlicheren Worte, die in seiner Schilderung von der Versammlung im Zusammenhang mit den Ortsumgehungs-Gegnern fielen. Da war die Rede davon, dass dort mehrfach Fragen gestellt wurden, die alle schon beantwortet worden waren, außerdem von mangelnder Gesprächsdisziplin und fehlender Diskussionskultur... naja, Sie haben ja gelesen, was er in seinem Kommentar geschrieben hat.

Womit wir beim Thema "Kommentar" und ihrer Aussage "Herr Ling hat einen eindeutig einseitig gefärbten Kommentar geschrieben". Ja, hat er! Wenn ich einen Redakteur hätte, der objektive, wert- und meinungsfreie Kommentare schreiben würde, dann müsste ich mich schleunigst nach einem neuen umschauen. DIE ZEIT definiert einen Kommentar übrigens so: "Der Kommentar zählt zu den meinungsäußernden journalistischen Darstellungsformen. Das heißt, hier geht es nicht vorrangig um eine rein objektive Darstellungsweise, sondern ganz bewusst um die Meinung des Verfassers."

Deshalb kann ich nur sagen: Alles richtig gemacht, Kollege Ling, und weiter so!

In diesem Sinne und mit freundlichen Grüßen

Karsten Knödl,Redaktionsleiter

PS. Übrigens: Spätestens mit Ihrem Leserbrief zu Jan Philipp Lings Kommentar, sehr geehrte Frau Huth, haben sie diesen mehr als legitimiert.

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Hier nochmal die Stellungnahme/der Leserbrief von Elfriede Huth, Vorsitzende der Interessengemeinschaft für Hochwasserschutz Rotenburg:

"Ich bin entsetzt" – Elfriede Huth zum Kommentar von Jan Philipp Ling zur Bürgerversammlung Rotenburg/Lispenhausen (vom 1. Oktober 2012)

...und hier der Kommentar von Philipp Ling:

Diskussion? Fehlanzeige – Ein Kommentar zur Bürgerversammlung Lispenhausen von Philipp Ling (vom 28. September 2012)

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