Sensation in Bebra: Bürgermeister schafft die Zeitumstellung ab!

Uwe Hassl dreht in Bebra die Uhren zurück.

Bürgermeister Uwe Hassl zur Bebra-Zeitumstellung: „Wir lassen und die Zeit nicht diktieren”

Bebra. Sensation in der ­Biberstadt: Das ist wirklich einmalig in ganz Deutschland. Wie der Kreisanzeiger kurz vor Redaktionsschluss exklusiv erfuhr, wird Bürgermeister Uwe Hassl per Dekret die heißumstrittene Sommerzeit abschaffen. In Bebra ­werden sodann alle Uhren wieder um eine Stunde zurückgedreht.

Keine diktierte Zeitumstellung mehr

Bürgermeister Uwe Hassl zum Kreisanzeiger: „Der ­Bundestag hat in 60 Sekunden mit einem kleinen handverlesenen Häufchen Abgeordneter den Antrag zur Abschaffung der Sommerzeit abgelehnt, obwohl sich auch das EU-Parlament schon mit diesem Gedanken befasst.“ Selbst die Mehrheit der Be-­völkerung möchte diese ­diktierte Zeitumstellung nicht länger haben, deshalb bilde man in Bebra jetzt eine ­Zeitenklave.

Neue Bebra-Zeit gilt ab dem heutigen Sonntag

In Bebra werden ab dem heutigen Sonntag, passend zum Start in den April alle ­Uhren auf die mitteleuropäische Zeit (MEZ) um 60 ­Minuten zurückgedreht. „So haben die Bebraner auch mehr vom Ostersonntag”, ­erklärt Bürgermeister Hassl und weiter: „Man muss auch mal zivilen Ungehorsam in Richtung ­Berlin senden, denn die Notwendigkeit der Bei­behaltung der Sommerzeit hat sich ­wissenschaftlich ­jedenfalls nicht beweisen ­lassen.”

Nach Ansicht des Rathaus-Chefs könnte sich eine ­Kommune auch dann sehr gut organisieren, wenn alle mitmachen. „Wenn sich also alle ­Kommunen des Landkreises und viele Landkreise dann vereinigen würden, könnte eine neue Demo­kratiebewegung, wie in Frankreich, entstehen”, erklärt Uwe Hassl sein langfristiges Ziel.

Der Bürgermeister hat da auch schon eine neue Einheitenbezeichnung erfunden, die ab sofort in der Biberstadt gilt: Die sogenannte „be!Z”. Uwe Hassl gibt sich ab-­schließend sehr zufrieden: „Bebra liegt ja zentral in der Mitte von Deutschland. Wieso sollten wir da nicht die Zeit vorgeben können?”

Das sich in ab­sehbarer Zukunft noch weitere ­Gemeinden und Städte der „be!Z” anschließen, ist möglich.

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