Schwere Vorwürfe: Skandal um Dieter Wedel

Bad Hersfelds Festspiel-Intendant Dieter Wedel bestreitet die Vorwürfe gegen seine Person über seinen Rechtsanwalt. Foto: Archiv

Drei Schauspielerinnen erheben schwere Vorwürfe gegen den Bad Hersfelder Festspiel-Intendant – der bestreitet!

Bad Hersfeld. Er soll sie ­gepackt, an die Wand gepresst und dann vergewaltigt haben. Am Mittwoch erhoben gleich drei verschiedene Schau­spielerinnen schwere Sex-Vorwürfe gegen den Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele, Dieter Wedel. Der ­streitet über seinen Anwalt ­alles ab.

Zwei der Frauen werden in dem Enthüllungsbericht des „ZEITmagazin“ namentlich genannt. Neben Jany Tempel, die mit Wedel unter anderem „König von St. Pauli“ (1997) drehte, klagt auch die aus ­RTLs „Alarm für Cobra 11“ be­kannte Patricia Thieleman an. Die dritte Schauspielerin, die Vorwürfe gegen Wedel erhob, möchte anonym bleiben. Dennoch gaben alle drei ­Frauen eidesstattliche Versicherungen ab – ebenso wie Dieter Wedel.

Angebliche Vergewaltigung in Münchner Nobelhotel

Jany Tempel (48) berichtet von einem Treffen 1996 im Münchner Nobelhotel „Vier Jahreszeiten“. Wedel habe bei ihrem Vorsprechen zum TV-Hit „Der König von St. Pauli“ seine Zimmertür nur im Bade­mantel bekleidet geöffnet. Im „ZEITmagazin“ beschreibt die damals 27-Jährige: „Er hat mich mit Wucht gepackt und gegen die Wand gepresst (...). Ich weiß nicht mehr, wie ­meine Kleidung von mir kam, ich weiß nur noch, dass ich wimmerte und es so schmerzfrei wie möglich über mich ergehen lassen wollte.“ Sie habe Wedel nur angefleht ihr „kein Kind zu machen“, da Tempel damals kurz zuvor erst Mutter geworden war.

Wedel erklärt über seinen Anwalt, Frau Tempel sehr gemocht zu haben und erinnert sich an eine kurze Affäre. ­Jedoch habe es hier keinen ­sexuellen Übergriff gegeben.

Übergriff bei Vorsprechen im Bremer „Parkhotel“

Auch Patricia Thielemann (53) will von Wedel belästigt wurden sein. Laut ihren Aussagen habe Wedel sie 1991 im „Parkhotel“ in Bremen angegriffen. Auch hier sei der Rahmen ein Vorsprechen gewesen. Thielemann erklärt im „ZEITmagazin“: „Sobald die Tür ins Schloss fiel, veränderte sich Wedels Gesicht vollkommen.“ Weiter berichtet sie, Wedel im Gesicht gekratzt zu haben, was ihr zur Flucht verhalf.

Wedel gab hierzu an, sich an den beschriebenen Ablauf nicht mehr zu erinnern – jedoch sei er auch hier sicher, nicht gewaltätig geworden zu sein.

Dieter Wedel bestreitet die Vorwürfe vehement

Der Fall Wedel hat nun Ähnlichkeiten zum Sex-Skandal von Hollywood-Filmemacher Harvey Weinstein aus dem vergangenen Jahr. Dieser Fall habe laut Tempel und Thielemann die Frauen dazu bewegt, nun an die Öffentlichkeit zu gehen.

Wedel wird von der Medienrechtskanzlei „Unverzagt von Have“ aus Hamburg vertreten. Sein Rechtsanwalt Michael Philippi gab an, dass Wedel eine umfassende eidesstattliche Erklärung zu den schweren Anschuldigungen abgegeben habe. „Er habe zu keiner Zeit diesen oder anderen Frauen in irgendeiner Form Gewalt angetan.“

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