„Songs of Europe“: Wunderbare Songs, faszinierende Texte

Bad Hersfeld. Überraschungen waren angekündigt, aber das, was sich bei "Songs of Europe" – bei der bald zweistündigen Reise durch die J

Bad Hersfeld. Überraschungen waren angekündigt, aber das, was sich bei "Songs of Europe" – bei der bald zweistündigen Reise durch die Jahrhunderte und durch Europa – am Montagabend ereignete, war sehr viel mehr.

Irgendwie hatte man das Gefühl, als würde die von Altbürgermeister Hartmut H. Boehmer "entdeckte" und von Bürgermeister Thomas Fehling als Schmuckstück bezeichnete Schilde-Halle an diesem Abend von den Musen Franziska Becker, Kristin Hölck und Maaike Schuurmans, vom Meister Holk Freytag, und von den Musikern Jörg Lehnhardt, Wolfgang Schmidtke und Christian Thomé, rundherum "wachgeküsst".

Einfach traumhaft, wie das wunderbar harmonierende Ensemble das Publikum mitnahm auf eine höchst erbauliche, höchst facettenreiche, höchst anspruchsvolle und immer wieder auch zu den Grundlagen von Sprache und Musik führende literarisch-musikalische Reise, und wie es an 36 Stationen so richtig zum Ausdruck brachte, was für ein wunderbar vielfältiges "supra-nationales" Gebilde Europa ist.

Irgendwie hatte man sogar das Gefühl, die über eine ausgesprochen gute Akustik verfügende Halle spiele mit. Angefangen beim mal niederländisch, mal französisch, mal englisch dahingehauchten "Mackie-Messer-Song" bis zu Abbas "Dancing Queen" und Jaques Brels "Amsterdam" – es war einfach nur schön, wie alles dahinfloss und mit unterschiedlichsten Texten, Liedern und Gebeten – auch instrumental auf äußerst vielfältige Art und Weise – bereichert wurde. Maaike Schuurman mit ihrer Interpretation von Nenas "99 Luftballons", Kristin Hölck mit Kate Bushs "The Man with a Child in his Eyes" und Michel Legrands "Je ne regrette rien", Franziska Becker mit Erinnerungen an Marlene Dietrich und Lale Andersen… – kleine Stadt an Fulda und Geis, wie gut hast Du’s!

Keine Frage, dass es nach lang anhaltendem Applaus und stürmischem Getrampel nicht ohne Zugabe – von Mozart übrigens – abging.Wer noch nicht da war, sollte unbedingt vorbeischauen. Weitere Vorstellungen: 28. und 30. Juni, 2., 4. und 8. Juli, jeweils um 21 Uhr in der Schilde-Halle.

Fotos: Wilfried Apel (4), Sennewald 34

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