Sozialminister zum Herkules-Markt: Herausforderung bleibt riesig

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Nachdem die Notunterkunft im Herkules-Markt fast fertiggestellt ist, meldet sich auch das Land Hessen zu Wort.

Wiesbaden/Waldhessen.Wenige Stunden, nachdem die Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Herkules-Markt in der Bad Hersfelder Innenstadt fast fertiggestellt wurde, meldet sich nun das Land Hessen in einer Pressemitteilung zur neuen Notunterkunft zu Wort. Hessen habe auch in den nächsten Tagen mit weiteren Zuweisungen von asylsuchenden Personen zu rechnen, wie es die Verantwortlichen im Landkreis bereits vor ein paar Wochen ankündigten. Die Einrichtung einer Notunterkunft wie im Herkules-Markt sei unumgänglich. "Da hier aber nicht 1.000 Personen untergebracht werden sollen, suchen wir ständig nach neuen Möglichkeiten zur Unterbringung", sagt Kreispressesprecher Dirk Herrmann auf Anfrage. Im Gespräch sei weiterhin der ehemalige toom-Baumarkt in Bebra. Ein fester Vertrag sei aber noch nicht zustande gekommen. Herrmann ist froh, dass die Arbeiten im Herkules-Markt so gut wie abgeschlossen sind. Am Mittwochabend sollen die ersten Bewohner einziehen.

Die Kosten für die Einrichtung der Notunterkünfte werden vom Land Hessen übernommen. Zudem wird eine schnellstmögliche gewerbliche Übernahme von Aufgaben wie der Verpflegung, Betreuung und des Sanitätsdienstes angestrebt, um die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer vor Ort zu entlasten.

Hessens Sozialminister Stefan Grüttner erklärt: "Hessen steht, wie alle anderen Bundesländer auch weiterhin vor der Herausforderung, zahlreiche Unterkünfte schaffen zu müssen, um die Flüchtlinge unterbringen zu können. Diese können zunächst nicht in bereits vorhandene hessische Einrichtungen untergebracht werden. Von Januar bis Oktober 2015 haben wir in Hessen 55.646 Zugänge verzeichnet. Die Erstaufnahmeeinrichtungen und ihre Außenstellen sowie die Notunterkünfte sind derzeit mit rund 25.900 Menschen belegt. Die Herausforderung bleibt riesig und wir suchen weiterhin intensiv nach festen Unterkünften."

Vorübergehende Unterbringungsmöglichkeiten

Bei den Not-Einrichtung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg soll es sich um eine Unterbringungsmöglichkeit handeln, die dazu dient, die weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen, die derzeit in die Länder geschickt werden, in geordnete Bahnen zu lenken. Die Notunterkünfte sind zur Deckung von Bedarfsspitzen ausgelegt bis in den Einrichtungen der  Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen (HEAE) zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. Diese Unterkünfte sind keine eigenständigen Außenstellen der HEAE, sondern lediglich vorübergehende Unterbringungsmöglichkeiten.

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