Sparkassenfiliale am Rathaus wird saniert

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Die Geschäftsstelle am Rathaus der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg soll im Sommer grundlegend saniert und das Gebäude wiederaufgebaut werden.

Bad Hersfeld. Vor 190 Jahren lag die Keimzelle der Sparkasse Bad Hersfeld- Rotenburg gegenüber dem jetzigen Sparkassengebäude im Rathaus in den Räumen der Stadtkasse. Aus diesem Standort heraus entwickelte sich seitdem die moderne und erfolgreiche Sparkasse. Die Geschäftsstelle Am Rathaus ist dank ihrer zentralen Lage in der Fußgängerzone der Stadt Bad Hersfeld die "heimliche" Hauptstelle für unsere Privatkunden, und zwar aus dem gesamten Geschäftsgebiet, geworden. Täglich besuchen zwischen 1.000 und 1.500 Kunden die Geschäftsstelle Am Rathaus. Es ist die am meisten frequentierte Geschäftsstelle im gesamten Landkreis. Insgesamt haben dort 50 Mitarbeiter der Sparkasse ihren Arbeitsplatz.

Das Gebäude in der Klausstr. 1 wurde in 1972 in der damals typischen Stahlbetonbauweise gebaut und ist bisher ohne wesentliche Ersatzinvestitionen betrieben worden. Bei den bisherigen Umbauten wurden die Räume und die Einrichtung an die Kundenerwartungen angepasst, zuletzt im Jahr 2004. Nach nunmehr über 40 Jahren entspricht das Gebäude in wesentlichen Teilen nicht mehr den heutigen energetischen, haustechnischen und kundenfreundlichen Anforderungen. Ebenso haben sich auch die Anforderungen an die Arbeitsplätze gewandelt. Die Fassade hat aufgrund der damaligen Bauweise erhebliche Baumängel. Die Optik mit vorgehangenen Waschbetonplatten ist nicht mehr ansprechend.  Die letzte Umgestaltung der Kundenflächen ist mehr als 11 Jahre her. Der Flächenbedarf für eine hochwertige Kundenberatung ist seither deutlich gestiegen. Mittlerweile gibt es zum Brandschutz und den damit verbundenen Fluchtwegmöglichkeiten deutlich strengere Vorschriften, die im Bestand kaum umzusetzen sind. Daher hat sich die Sparkasse entschieden, das Gebäude grundlegend zu erneuern.

Es wurde intensiv geprüft, ob das Gebäude abgerissen werden muss oder das Betonskelett erhalten werden kann. Dazu wurden Betonuntersuchungen vorgenommen; als Ergebnis wurde eine gut erhaltene Grundkonstruktion festgestellt. Weiterhin wurden die Kosten für einen Abriss und dem Erhalt des Gebäudes gegenübergestellt. Die Kosten für den Erhalt des Gebäudes waren deutlich geringer.  Daher wurde entschieden, das Gebäude nicht abzureißen, sondern grundlegend zu sanieren. Das bedeutet einen Rückbau des Gebäudes bis auf das Betonskelett. Nach dem Rückbau wird das Gebäude wieder nach den neuesten energetischen, haustechnischen und brandschutztechnischen Vorgaben aufgebaut.

Der Umbau soll noch im Sommer 2015 beginnen. Die Bauzeit ist mit 18 Monaten kalkuliert, so dass das Gebäude gemäß Planung im vieren Quartal 2016 wieder in Betrieb genommen werden kann. Die besondere Herausforderung besteht darin, eine Verbindung von einem modernen und prozessoptimierten Sparkassengebäude mit einer für das Stadtbild an diesem markanten Punkt gut eingepassten Gebäudehülle zu schaffen. Der Kostenrahmen inklusive Einrichtung und Technik ist mit einem mittleren einstelligen Millionenbetrag veranschlagt.

Aus mehreren Fassadenentwürfen wurde die Arbeit des Architekturbüros Beier aus Bad Hersfeld ausgewählt, auf deren Basis der Planungsentwurf fortgeführt wurde. Damit können die genannten Herausforderungen sehr gut verwirklicht werden. Durch die Öffnung der Fassade zur Straße "Unter den Hütten" wird der dortige Zugang zur Fußgängerzone optisch aufgewertet. Die übrigen Fassadenelemente werden verputzt und fügen sich gut in das umliegende Stadtbild ein.

In der neuen Planung stehen das Erd- sowie das erste Obergeschoss unseren Kunden zur Verfügung. Dabei werden im Erdgeschoss der SB-Bereich mit modernen SB-Geräten sowie Service und Beratungsbereiche entstehen. Das erste Obergeschoss wird für die individuelle Kundenberatung genutzt. Mit dieser Kompetenz vor Ort wird der Standort aufgewertet. Ebenso wird durch die großzügigen Beratungsmöglichkeiten verbunden mit moderner SB-Technik ein Anlaufpunkt für die Geschäftskunden in der Innenstadt geschaffen.  Als Besonderheit wird die Sparkasse eine Kundenschließfach- Mietanlage anbieten, die an 365 Tagen jeweils 24 Stunden den Kunden zur Verfügung steht.

Während der Bauphase wird das Kundenservicecenter in unserer Geschäftsstelle Bebra untergebracht, die Abteilung Medialer Vertrieb wird in der Geschäftsstelle Heringen einen Interimsstandort finden. Der Kinderarzt Dr. Witte wird ebenfalls in ein Ausweichquartier im Vlämenweg in Bad Hersfeld umziehen. Ein Glücksfall ist, dass die ehemalige Bäckerei Gerlach in 60 Meter Entfernung als Ausweichgeschäftsstelle in unmittelbarer Nähe am Kirchplatz 10 zur Verfügung steht. Dort wird die Geschäftsstelle mit vorhandenem Mobiliar aus dem Rückbau eingerichtet.

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