Sparkassenforum zum Klimawandel

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Meteorologe Sven Plöger sprach vor voller Schilde-Halle.

Bad Hersfeld. Beim Sparkassenforum in der vergangenen Woche stand wieder ein hochaktuelles Thema auf dem Programm: „Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit“ lautete das Thema, zu dem die Sparkasse den bekannten Wettermoderator Sven Plöger eingeladen hatte. Wie der Vorstandsvorsitzende Reinhard Faulstich zur Begrüßung bemerkte, mache sich dieses Thema auch in der Tagespraxis bemerkbar, da die Kunden verstärkt nachhaltige Produkte nachfragen. Hier mache sich die Tradition der Sparkasse bemerkbar, die seit jeher auf verantwortliches Wirtschaften anstatt Profitmaximierung setzt. Das Interesse war groß und die Schilde-Halle mit 800 Besuchern bis auf den letzten Platz besetzt.

Aktualität war dann auch Plögers Einstieg in das Thema: Obwohl die Erkenntnisse um den Kilmawandel seit den 70er Jahren bekannt seien, gewinne das Thema erst in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung, und zwar, weil die Auswirkungen nun tatsächlich spürbar werden. Was seinerzeit als Folgen des Klimawandels vorgesagt wurde – die Häufung von extremen Wetterereignissen wie Dürren, Starkregen und Stürmen – tritt nun spürbar ein. Warum das so ist, erläuterte er kenntnisreich und mit viel Humor in seinem gut zweistündigen Vortrag. Verständlich beleuchtete er die komplexen Zusammenhänge, die es nötig machen, beim Klimawandel auf den langfristigen Trend zu achten. Klimawandel heiße eben nicht, dass es nie mehr schneit, sondern dass die Wetterereignisse insgesamt extremer werden. Ein Hoch führt dann nicht nur zu einer Schönwetterperiode, sondern zu einem Hitzesommer mit Dürre, während ein Tiefdruckgebiet extreme Niederschläge bringt – Starkregen mit Gewittern und Überschwemmungen oder eben, wie im vorigen Winter, meterhohen Schnee. Um diesen Trend noch aufzuhalten und die Pariser Klimaziele zu erreichen, sei eine Änderung des Verhaltens nötig. Von Verboten halte er dabei nichts, er setzt vielmehr auf Umdenken im Verein mit neuen Technologien. Kreuzfahrtschiffe und Flugzeuge könnten durchaus auf umweltfreundlichere Betriebsstoffe umgestellt werden, doch derzeit gibt es dank subventioniertem Schweröl und Kerosin keinen Bedarf dafür. Würden hierfür die wahren Umweltkosten veranschlagt und beispielsweise ein Inlandsflug 1.000 Euro kosten, würde sich etwas ändern. Wichtig dabei sei, dass möglichst viele mitmachen und nicht resignieren, dass man sowieso nichts tun könne.

Im Anschluss stellte sich Plöger in einer Diskussionrunde den Fragen von Moderator Kai Struthoff, Redaktionsleiter der HZ – so erfuhren die Zuschauer, dass sein Lieblingswetter eher stürmisch ist. Außerdem wurde das neue Vorstandsmitglied der Sparkasse, Thomas Walkenhorst, vorgestellt.

Und da Plöger, wie er berichtete, zum ersten Mal in Bad Hersfeld war, durfte natürlich eine Einladung zu einem weiteren Besuch im Rahmen der Festspiele durch Reinhard Faulstich nicht fehlen.

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