Bad Hersfeld vergrößert sich

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Spatenstich für das Neubaugebiet: Am Schieferstein sollen 72 Häuser für junge Familien entstehen

Bad Hersfeld.  Auf dem Schieferstein rollen die Bagger. Am Mittwoch fand der Spatenstich zur Erschließung des Neubaugebiets statt. Wo heute noch grüne Wiese liegt, sollen schon bald 72 Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen. In drei Abschnitten werden zunächst die Infrastrukturarbeiten durchgeführt. Anfang des nächsten Jahres kann dann voraussichtlich mit dem Hausbau begonnen werden. Die Nachfrage nach Wohnraum in der Kreisstadt ist insbesondere bei jungen Familien sehr hoch, wie Bürgermeister Thomas Fehling zufrieden anlässlich des Spatenstichs feststellte. Rund 130 Interessenten haben sich bereits im Vorfeld gemeldet. „Das zeigt, dass Bad Hersfeld ein attraktiver Lebens- und Arbeitsstandort ist“, so der Bürgermeister, und fügte hinzu: „Das ist eine positive Botschaft für die Stadt.“ Häufig sei es so, dass es die jungen Menschen zum Studium und zur Ausbildung in die Großstädte zieht, doch um eine Familie zu gründen und sich dauerhaft niederzulassen, besinnen sie sich wieder auf ihre Heimatstadt.

Das Neubaugebiet richtet sich deshalb ganz gezielt an junge Familien, die hier ihr neues Heim errichten wollen. Für Befürchtungen, dass das Baugebiet Spekulationsobjekt für Immobilien- und Projektfirmen werden könnte, gibt es keine Grundlage: Die Baugrundstücke werden in einem öffentlichen und transparenten Verfahren, das noch im August gestartet werden soll, unter den Interessenten verteilt. Bei mehreren Bewerbern entscheidet das Los, wobei jeder Teilnehmer aber nur ein Grundstück erwerben kann. Ein Weiterverkauf der Grundstücke ist nicht ohne Weiteres möglich, ebenso gehen die Käufer die Verpflichtung ein, auch in einem festgesetzten Zeitrahmen mit dem Bau zu beginnen. Zunächst aber sind die Vorbereitungsarbeiten nötig, um das Gebiet für den Bau zu erschließen. Derzeit wird an einem großen Regenrückhaltebecken gearbeitet.

Neben den Straßen sowie Strom- , Gas- und Wasseranschlüssen wird außerdem für jedes Haus ein Glasfaseranschluss verlegt, wie Markus Gilbert von den Stadtwerken mitteilte. Außerdem gehört zum Neubaugebiet ein Regenrückhaltebecken mit 810 Quadratmetern Inhalt. Dies sei nötig, um die sich häufenden Starkregenereignisse abzufedern, wie Projektleiter Stefan David erläuterte. Die umfangreichen Arbeiten hierfür haben bereits begonnen. Mit den Bauarbeiten werden nun Beeinträchtigungen in Form von Lärm und vermehrtem Verkehrsaufkommen auf die Anwohner zukommen, hierfür warben die Projektverantwortlichen um Verständnis. Als Ausgleich könnten sich die Anwohner aber auf zahlreiche neue Nachbarn freuen.

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