SPD: Das Kind steht im Mittelpunkt!

Bad Hersfeld. Die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen (AfB) hat am 26. Januar 2011 in der Stadthalle Bad Hersfeld das 2. Bildungsforum Hersfel

Bad Hersfeld. Die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen (AfB) hat am 26. Januar 2011 in der Stadthalle Bad Hersfeld das 2. Bildungsforum Hersfeld-Rotenburg veranstaltet. Nach einem Schwerpunkt zum Thema "Kinderarmut" im August 2010 stand nun der Schulgesetzentwurf der SPD im Vordergrund, der die inhaltlichen Schwerpunkte sozialdemokratischer Bildungspolitik in einem ganzheitlichen Konzept und einen Gegenentwurf zum CDU/FDP-Gesetz darstellt.

"Das Kind steht im Mittelpunkt" – dieser Anspruch an Bildung stand im Zentrum einer Diskussionsrunde zum Schulgesetzentwurf der SPD in der Hersfelder Stadthalle, an der mit Heike Habermann (MdL, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion) und Elke Künholz (Schuldezernentin) zwei kompetente Gesprächspartnerinnen zur Verfügung standen.

Wesentlich für die SPD ist es, die Selektionsmechanismen des dreigliedrigen Schulsystems zu überwinden, an dem die CDU/FDP-Landesregierung wider besseren Wissens festhält.

"Will man Chancen- und Bildungsgerechtigkeit erreichen, dann muss man Kinder in den Kindergärten und Grundschulen früher fördern und vor allem in der Mittelstufe länger gemeinsam lernen lassen, ohne sie in Bildungsverlierer und Bildungsgewinner bereits im Alter von 10 Jahren einzuteilen", so Karsten Vollmar zur Begrüßung, der als 1. Vorsitzender der AfB die Moderation übernommen hatte.

Genau dieser Anspruch an Bildung ist es, der zukünftig in Hessens Schulen umgesetzt werden soll: eine Verstärkung frühkindlicher Bildung und eben längeres gemeinsames lernen.

Der Ausbau von flexiblen Eingangsstufen in der Grundschule, Stärkung des Elternwillens, Wahlfreiheit der Schulen zwischen G8 und G9 und die Schaffung finanzieller sowie personeller Ressourcen für eine mehr und mehr auch inklusiv arbeitende Schule sind weitere Schwerpunkte der SPD-Bildungspolitik.

Die Schulen, die so etwas leisten wollen, müssen mehr "Selbstständigkeit erhalten, damit ist auch eine deutlich bessere Ausstattung und Finanzierung notwendig", fasst Heike Habermann zusammen.

Bekenntnis zur Schulsozialarbeit

Vor allem bekennt sich die SPD zur Schulsozialarbeit, die nicht mehr wegzudenken sei und deren stiefmütterliche Behandlung durch Kultusministerin Henzler (FDP) durch einen geplanten Finanzierungsstopp zu erkennen gibt, dass die Landesregierung von einer gewissen schulpolitischen Ignoranz geprägt ist. "Schulsozialarbeit kommt jedem Schüler zugute, deswegen ist es auch wichtig, klare Beschäftigungsverhältnisse für unsere Schulsozialarbeiter zu schaffen", so Elke Künholz.

Ganztagsschulen

Generelles Ziel sei eine Schule, in der Schüler, Lehrer und Eltern optimale Bedingungen vorfinden und die auch mehr und mehr ganztägig arbeiten wird. Nur Ganztagsschulen bieten eine verlässliche Tagesstruktur, die Möglichkeit zur Einnahme eines Mittagessens, pädagogische Betreuung auch über den normalen Unterricht hinaus und damit Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern, die Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren können.

Erhalt des Schulstandortes ist SPD-Ziel

Ein klares Bekenntnis gab es zum Erhalt eines breit aufgestellten Schulstandortes, vor allem der Grundschulen in den Kommunen des Landkreises. "Wir wollen ein wohnortnahes Schulangebot in jedem Fall erhalten", so Elke Künholz, die getreu nach dem Motto "Kurze Beine, kurze Wege" vor allem die Flexibilisierung der Grundschulen (also auch in jahrgangsübegreifenden Lerngruppen zu unterrichten) als Chance beschreibt, diese Schulen auch dauerhaft zukunftssicher zu machen.

Dass Lernen auch im ländlichen Raum und damit "vor Ort" ermöglicht wird, ist erklärtes Ziel der SPD. Nur so kann die kommunale Familie mit wohnortnahen Schulangeboten attraktiv auch in der Fläche bleiben und jungen Familien Angebote auch jenseits der großen Städte geschaffen werden, was einen Beirag zur Lebensqualität der Region leistet. Zu dieser Qualität gehören auch die beruflichen Schulen, die Schule für Erwachsene sowie die Oberstufen des Landkreises, die auch weiterhin die volle Unterstützung der Sozialdemokraten erfahren werden.

Die SPD legt mit diesem Gesetz als einzige Partei ein ganzheitliches Bildungskonzept vor, welches "den einzelnen Schüler im Blick hat, seine Chancen, Möglichkeiten und Begabungen", so Karsten Vollmar abschließend.

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