Spielleute „Gugelhupf“ mit neuer CD

Auf ihrer neuen CD „Herr Wiert, uns dürstet“ widmen sich Gugelhupf Trinkliedern aus dem Mittelalter.

Trinklieder aus dem Mittelalter

Schenklengsfeld. „Ist das wirklich Gugelhupf?“ fragten im Frühling 2019 Zuhörer und Musikerkollegen, als die Spielleute aus Schenklengsfeld sich in einer auf vier Musiker gewachsenen Besetzung, mit neuen Instrumenten und neuem Repertoire dem Publikum zeigten. Stand die Mittelaltergruppe doch bisher für transparente Blockflötenklänge und ernst bis romantische Texte aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Mit Drehleier und Cister, die nun die Blasinstrumente Schalmei, Chalumeau und Blockflöten ergänzen, wird der Klang von Gugelhupf seitdem von Saiteninstrumenten mitbestimmt. In dieser Besetzung war es nun auch möglich, Trinklieder aus dem Hoch- und Spätmittelalter, denen eine gewisse Derbheit innewohnt, überzeugend umzusetzen. Genau diese Lieder waren es, die beim Publikum großen Anklang fanden. Da immer wieder nach Tonträgern mit diesen Liedern gefragt wurde, beschlossen die Spielleute Gugelhupf, eine neue CD aufzunehmen. Der Titel war schnell gefunden: „Her wiert, uns dürstet“ (= Herr Wirt, wir haben Durst), ein Liedtext von Oswald von Wolkenstein. Die musikalische Grundidee für die CD war, die Lieder so klingen zu lassen, als hätten sich viele Musiker in einer Kneipe getroffen und würden dann miteinander musizieren. Inhaltlich spannt die CD einen Bogen vom lateinischen „In Taberna“ aus der Sammlung „Carmina burana“ aus dem 13. Jahrhundert über frühneuhochdeutsche Lieder von Oswald von Wolkenstein bis hin zum traditionellen bretonischen „Son ar chistr“ (= Das Lied vom Cidre), das später von der Band Bots zu „Was wollen wir trinken“ umgearbeitet wurde. Gesungen wird ausschließlich in den Originalsprachen. Markenzeichen von Gugelhupf ist, Literatur aus dem Mittelalter unter Einflussnahme von Elementen aus der Renaissancemusik an heutige Hörgewohnheiten anzunähern. Dieses Markenzeichen wurde auf dieser CD noch mit Spaß (Kneipengespräche) und einer dem Thema geschuldeten leichten Schnodderigkeit angereichert. Sowohl Kenner von ernster Mittelaltermusik, wie auch Mittelalterinteressierte, die einfach gerne mal an einer Taverne ein Kirschbier oder einen Met trinken, werden an dieser CD Gefallen finden. Die CD kann für 14 Euro im derzeit von Montag bis Samstag von 9.30 Uhr bis 13 Uhr geöffneten Musikhaus Döpper gekauft oder unter der Mailadresse mail@gugelhupf-spielleute bestellt werden. Einen Trailer zur neuen CD gibt es auf Youtube im Channel der Band „MittelalterGugelhupf“.

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