Sport als Integrationshilfe für Flüchtlinge

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Peter Schreiber von der Sportjugend an der Pinwand. Foto: nh

Zum aktuellen Thema, Integration von Flüchtlingen, wurde in Kirchheim über das erfolgreiche Projekt „Raus aus dem Heim - rein ins Trikot“ referiert.

Waldhessen. Zu dem aktuellen Thema, der Integration von Flüchtlingen, hat die Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen e.V., die Sportjugend Hessen und der Sportkreis Hersfeld-Rotenburg e.V. Vereinsvertreter nach Kirchheim eingeladen. Der Bildungsbeauftragte des Sportkreises Hersfeld-Rotenburg konnte zahlreiche Teilnehmer zu diesem Tagesseminar begrüßen.

Traudel Seibicke vom Fachdienst Migration des Landkreises berichtete über die aktuelle Situation der Flüchtlinge in den Gemeinschaftsunterkünften. Anschließend referierte Herbert Anacker von der Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen e. V. über das erfolgreiche Projekt "Raus aus dem Heim - rein ins Trikot" in Kassel. Dort wurde das Projekt an zwei Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis Kassel mit großem Erfolg und unter den Augen einer breiten Öffentlichkeit erfolgreich durchgeführt. Dabei hat sich nicht nur die erwartete "integrative Kraft des Sports" während des Projektverlaufs in den praktischen Sportangeboten bestätigt, auch die durch den Sport erreichten sozialen Kompetenzen der Flüchtlinge für einen geregelten Tagesablauf fanden eine große Beachtung.

Auch hier hat der Sport eine große Bedeutung. Ebenso wurde eine positive Veränderung der Kommunikation der Asylbewerber untereinander in den Sportkursen beobachtet. Auf diese praktischen Erfahrungen können die Sportvereine im Sportkreis aufbauen und mit eigenen Integrationsprojekten den Flüchtlingen helfen, die deutsche Sprache im Alltag einzuüben und erste Kontakt zu den regionalen Vereinen aufzubauen.

Ziele der Flüchtlingsarbeit in den Sportvereinen sind:     Nachhaltige Integration von Asylbewerber/innen in unsere Gesellschaft,  die Bleibeperspektive der Flüchtlinge durch die Integrationsangebote des Sports erhöhen, die Vermittlung von demokratischen Grundwerten unserer Gesellschaft vorbereiten, Sport im Verein als Freizeit- und Breitensport erleben und kennlernen.

Abgerundet wurde die Fortbildung durch Peter Schreiber (Mitarbeiter des Bundesprogrammes "Integration durch Sport" in der Sportjugend Hessen e. V.) mit neuen Spiel- und Bewegungsformen für die Praxis (Spiele für viele – Alle sind Gewinner ). Mit diesen Übungsformen kamen die Übungsleiter und Trainer miteinander in Bewegung und konnten erste Erfahrungen für ihre Arbeit mit Flüchtlingsgruppen im Sport sammeln.

Zum Abschluss des Seminares wurden die wichtigsten Ergebnisse in Form eines Handouts zusammengefasst. Weitere Unterstützung finden die Vereine und die Übungsleiter/innen demnächst durch das von der Sportjugend Hessen e. V. und dem Hessischen Innenministerium ins Leben gerufene Landesprogramm "Sport und Flüchtlinge", über dieses Landesprogramm werden über die Städte und Gemeinden sogenannte Sport-Coaches etabliert, die eine Koordinierungsfunktion zwischen Kommunen und den Vereinen übernehmen sollen.

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