Staatsministerin Priska Hinz: "Alheim ist eine Vorbildkommune"

Sie freuten sich über den Besuch von Staatsministerin Priska Hinz (2.v.re.): Erster Beigeordneter Aribert Kirch (v.li.), Joana Al Samarraie, Lars Kirchner, Bürgermeister Georg Lüdtke und Ahmed Al Samarraie. Fotos: Buschky

Alheim ist Deutschlands nachhaltigste Gemeinde – davon überzeugte sich am Mittwoch auch Priska Hinz, Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Alheim. Bürgermeister Georg Lüdtke durfte sich am Mittwoch über einen besonderen Gast freuen: Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte Priska Hinz, Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die Gemeinde Alheim. Zunächst wurde sie im Rathaus in Baumbach in Empfang genommen, wo sie sich von der vorbildlichen Arbeit im Bereich der Nachhaltigkeit und der nachhaltigen Bildung in der Gemeinde überzeugte.

Im Rathaus schrieb Stastaministerin Priska Hinz ins Goldene Buch. Neben ihr Bürgermeister Georg Lüdtke.

Stolz zeigte Lüdtke der Staatsministerin die vielen Urkunden und Auszeichnungen, die Alheim schon bekommen hat. „Alheim ist Deutschlands nachhaltigste Gemeinde. Deshalb haben wir den deutschen Nachhalttigkeitspreis 2016 bekommen“, erzählte Lüdtke, und weiter: „Alheim wurde schon vier mal als Gemeinde der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.“ Alheim sei eine der ersten Klima-Gemeinden gewesen. Vor allem im Bereich der Energiewende mit erneuerbaren Energien sei Alheim ein echtes Vorbild: Im Energie-Leitbild aus dem Jahr 2003 habe Alheim festgelegt, die Gemeinde so weit wie möglich energieautark zu machen. Seitdem sei die Gemeinde auf die Nutzung regionaler Ressourcen, wie Sonnenenergie, Biogas und Biomasse spezialisiert. „Mittlerweile bekommen die Alheimer zu 99,3 Prozent Strom aus Eigenproduktion der Gemeinde“, freut sich der Rathauschef. Hinz zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Gemeinde Alheim, die sich als Vorzeigekommune des Landes Hessen etabliert hat. „Ihr Engagement in Sachen Klima, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit ist wirklich lobenswert. Wir brauchen solche Vorbildkommunen, die anderen Kommunen als gutes Beispiel vorangehen“, so Hinz zu Lüdtke.

Die zweite Station bei ihrem Besuch in Alheim war die Firma Kirchner Solar in Heinebach. Inhaber Lars Kirchner nahm die Staatsministerin gemeinsam mit Ahmed Al Samarraie, Geschäftsführer des Umweltbildungszentrums Licherode, in Empfang. Kirchner erzählte von der Arbeit mit Photovoltaik-Anlagen und ihr Engagement im Bereich nachhaltige Bildung und Umwelterziehung. Alle Produkte und Dienstleistungen seien durchweg umweltfreundlich und sollen erneuerbare Energien fördern. „Kirchner ist weltweit aktiv: Für afrikanische Länder produzieren wir Anlagen, die unabhängig von Stromnetzen betrieben werden können. Dies funktioniert mit Standard-Frachtcontainern, die mit Modulen bestückt werden und vor Ort, wie beispielsweise in Uganda oder Tonga, installiert werden“, erklärte Kirchner. Das neueste Projekt sei der Testlauf sogenannter solarbetriebener Tuktuk-Mobile in Tonga. Die kleinen Transportfahrzeuge wären bis jetzt ein voller Erfolg. Zum Abschluss lud Lüdtke Hinz zur Alheimer Klimawoche im September ein und sie versprach, Schirmherren für die Aktion zu sein.

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