Stadt will wortreich übernehmen: Trennung von Petri & Tiemann beschlossen

Bad Hersfeld. Es tut sich was in Sachen wortreich: Nachdem vor wenigen Wochen die wirtschaftliche Schieflage des wortreich öffentlich gemacht worden

Bad Hersfeld. Es tut sich was in Sachen wortreich: Nachdem vor wenigen Wochen die wirtschaftliche Schieflage des wortreich öffentlich gemacht worden war, gibt es nun erste Ergebnisse zu berichten. Wie Günter Exner, der Aufsichtsratsvorsitzende der wortreich gGmbH heute auf einer Pressekonferenz im Rathaus mitteilte, wurde auf der gestrigen Aufsichtsratssitzung beschlossen, sich von der Betreibergesellschaft von Petri & Tiemann zu trennen. Diese Entscheidung sei "in gegenseitigem Einvernehmen" getroffen worden, wie er betonte.

Es habe sich gezeigt, dass Petri & Tiemann als Partner die Situation nicht in den Griff bekommen haben. Dadurch habe die wirtschaftliche Schieflage mittlerweile existenzgefährdende Ausmaße angenommen. Der Fehlbedarf belaufe sich derzeit auf rund 500.000 Euro. Der laufende Geschäftsbetrieb soll deshalb von der Management-GmbH (einer Petri & Tiemann-Tochtergesellschaft) auf die städtische gGmbH mit Bürgermeister Thomas Fehling und Christian Mayer als Geschäftsführer übergehen.

"Am wirtschaftlichen Risiko ändert sich nichts", erklärte Fehling, "aber wir können jetzt stärker Einfluss nehmen." Die "Fernsteuerung" aus Bremen habe nicht funktioniert: "Nicht jede Idee, die anderswo funktioniert, kann auch hier umgesetzt werden."

Es müsse nun eine geordnete Übergabe stattfinden und ein neuer Geschäftsplan erstellt werden, der sich auf realistischere Zahlen gründet.Konkrete Maßnahmen konnte Fehling noch nicht bekanntgeben. "Wir wollen nichts überstürzen und auch keine Entscheidungen treffen, die uns am Ende mehr schaden als nutzen." Es werde jedoch sicher entsprechende personelle Anpassungen geben müssen, so Fehling.

Bezüglich des Marketings führte Christian Mayer aus, dass man in einigen Besuchersegmenten, beispielweise bei Schulen und Familien, sehr gut dastehe. Auch insgesamt seien die bisher 65.000 Besucher ein gutes Ergebnis für Bad Hersfeld. Verbesserungen seien hier vor allem bei Busreisegruppen nötig – hier habe sich gezeigt, dass das Ansprechen der Reiseveranstalter nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe, so dass man nun dazu übergehen wolle, die Nutzer direkt über Verbände, Vereine und andere Organisationen anzusprechen. Auch habe sich gezeigt, dass die bisher erstellten Materialien eher jüngere Besucher anstatt Erwachsene ansprechen, auch hier seien Verbesserungen nötig.

Abschließend bekräftigte Fehling noch einmal, dass die Stadt nach wie vor zum wortreich stehe. Auch Exner bekräftigte, das wortreich solle nun keinesfalls "kaputtsaniert" werden.

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