Standort für Stadtarchiv steht fest

Die Stadtverordnetenversammlung Bad Hersfeld beriet über das Stadtarchiv und weiter Investitionen zum Hessentag.

Bad Hersfeld. Endlich ist ein Standort für das Stadtarchiv gefunden: Mit großer mehrheit stimmte die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag für den Umbau des Gebäudes am Markt 16. Bereits zuvor hatte das Parlament beschlossen, die dort untergebrachten Einrichtungen der Stadtverwaltung ins Telekom-Gebäude umzusiedeln. Da an dem Gebäude am Markt dringender Sanierungsbedarf besteht, kann dies mit einem Umbau für die neue Nutzung kombiniert werden. Dazu sollen die Nebengebäude zur Uffhäuser Straße hin entfernt und durch ein neues Archivlagergebäude ersetzt werden. Geplant ist, hier auch das Stadtmarketing und die Arbeitsbüros mit Leseräumen für die Archivmitarbeiter unterzubringen. Als nicht praktikabel haben sich Überlegungen erwiesen, das Archiv in dem geplanten Funktionsgebäude der Festspiele unterzubringen, da der Platz dort begrenzt ist. Auch die Idee, die Stadtverwaltung im Stadthaus am Markt unterzubringen, konnte nicht realisiert werden.

Die Investitionskosten für den Umbau werden mit 2,9 Mio. Euro veranschlagt. Hierfür soll die Förderung des Landes Hessen für Investitionen zum Hessentag 2019 in Anspruch genommen werden. Auch über die weiteren förderfähigen Projekte beschloss die Stadtverordnetenversammlung, zuvörderst das Sanierungskonzept des Geistalbades und die Sanierung des Hessenstadions. Weitere Errichtung von Bike-Stationen in der Innenstadt, die klimafreundliche Entwicklung des Wever-Geländes und die Standortentwicklung am ehemaligen Herkules-Markt, die Sanierung und Modernisierung des Heimatmuseums und die Erschließung der Fuldaaue für Radfahrer, Kanuwanderer und Sportler, mit dem Bau einer behindertengerechten Brücke über die Fulda.

Emotional wurde es noch einmal beim Thema Kindergartengebühren. Die bevorstehende Schließung des Horts auf der Hohen Luft stieß bei den betroffenen Eltern auf starke Kritik, die vor der Stadtverordnetenversammlung gegen die Schließung protestierten. Bürgermeister Thomas Fehling merkte aber an,. dass die Stadt der falsche Adressat sei: Die Einrichtung werde von der Kirche betrieben und die habe kurzfristig zum Jahres-ende gekündigt. Michael Bock (NBL) kritisierte wiederum das stetig steigende Defizit durch die Kindergartengebühren und warf der bürgerlichen Koalition Nichtstun beim Thema gestaffelte Gebührensatzung vor. Bernd Böhle (FDP) konterte aber, der Entwurf liege vor und werde derzeit noch geprüft. Nach der Sommerpause könne also über die neue Gebührensatzung beraten werden.

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