Altes Amtsgericht soll wieder auferstehen

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Neue Pläne für die Neugestaltung des Stadteingangs Rotenburg.

Rotenburg. Die Pläne zur Umgestaltung des Parkplatzes am Alten Amtsgericht gehen in eine neue Runde. Auf der HFA-Sitzung am Dienstabend stellte Eberhard Unger, Geschäftsführer der Kurhessen Gewerbebau GmbH, einen neuen Vorschlag für die Neugestaltung dieses Areals vor. Architekt Thomas Rabe orientierte sich bei seinem Entwurf bewusst an ehemaligen und namengebenden Gebäude. Das Alte Amtsgericht war nämlich ein imposanter Bau am Eingang zur Innenstadt, und so soll auch das neue Gebäude einen markanten Eindruck bieten und beispielsweise die nebenstehenden Häuser überragen (nicht aber das Ärztehaus). Indem es sich stilistisch am Alten Amtsgericht orientiert (ohne dabei aber künstlich zu historisieren) wird es sich wie das vormalige Gebäude ins Stadtbild einfügen. Ein wichtiges Erfordernis war bei der Planung der Erhalt der Parkplätze in diesem Bereich. Dies soll in dem neuen Entwurf mit einer Tiefgarage unter dem Gebäude bewerkstelligt werden. Dabei wird die derzeitige Anzahl von rund 80 Stellflächen erhalten, sogar mit einer Vergrößerung der einzelnen Stellplätze auf 2,70 Metern breite. Auch die derzeitigen Zu- und Ausfahrten bleiben erhalten. Die Konstruktion des unterirdischen Parkdecks in der Nähe des Fuldaufers stellt allerdings einige Anforderungen an den Hochwasserschutz, weswegen es mit speziellen Schotts ausgestattet werden soll, um es vor Hochwasser zu schützen. Das Gebäude stellt im Erdgeschoss Einzelhandelsflächen für zwei bis drei Geschäfte zur Verfügung. Dabei soll hier aber keine typische "Monokultur" entstehen, sondern gehobener und inennstadtrelevanter Einzelhandel - Lebensmittelmärkte und Discounter scheiden deshalb aus. Die beiden oberen Stockwerke sollen vermietet werden, wobei allerdings Wohnraum und Büros ausscheiden. Die Lösung ist ein Boarding-House für Übernachtungsgäste. Ein solches hat die Kurhessen Gewerbebau GmbH gerade in Neuenstein in Zusammenarbeit mit der VR Bankverein mit großem Erfolg verwirklicht. In Rotenburg würde damit eine Steigerung der Attraktivität für den Tourismus erreicht, besonders für Tagesgäste und den zunehmenden Radtourismus. Der Erläuterungen stießen bei den Ausschussmitgliedern auf großes Interesse. Kritische Nachfragen galten vor allem der Parkplatzsituation. Für den Einzelhandel und das Boarding-House müsste natürlich ein Teil der Plätze für die Kunden vorgehalten werden, doch wie Unger versicherte, würde sich an der Parkplatzsituation insgesamt kaum etwas ändern, da der Parkplatz auch weiterhin dem Kurzparken für einen Besuch der Innenstadt zur Verfügung stehen soll und Dauerparkplätze nicht geplant sind. Idealerweise sollte außerdem die Stadt die Bewirtschaftung des Parkplatzes übernehmen, so dass sie in der Entscheidung frei ist, den Parkplatz zu bestimmten Anlässen ohne Zeitbeschränkung freizugeben. Nutzungsgebühren sollen nicht erhoben werden.

Man solle dabei auch nicht die Gesamtkonzeption aus dem Auge verlieren, meinte Unger: Wenn die Parkplätze das wichtigste Kriterium seien, könnte man problemlos auch ein Parkhaus mit deutlich mehr Stellplätzen errichten - allerdings wäre das als Entrée für die Kernstadt wohl nicht so ansehnlich. Klar machte Unger auch, dass die Kurhessen Gewerbebau GmbH zwar die Entwicklung des Grundstücks übernehme, aber am langfristigen Betrieb nicht interessiert sei. Ziel sei es, das Objekt schließlich an einen Investor zu verkaufen (wahrscheinlich eine Bank oder Versicherung). Hier sei aber auch durchaus eine Kooperation mit der Stadt direkt möglich, falls sie das Grundstück und später das Gebäude in ihrem Besitz halten wolle. Über das weitere Vorgehen wird in der Stadtverordnetenversammlung beraten.

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