Stadtverordnetenversammlung: 3. "Nein" zum Lullus-Sportpark

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Auch die neue Initiative zum Lullus-Sportpark scheiterte am Widerstand von SPD, Grünen und FG

Bad Hersfeld. Auch im dritten Anlauf fand das Projekt "Lullus-Sportpark" keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung. Und trotz intensiver und bisweilen heftiger Diskussion gab es dabei inhaltlich nichts Neues.Im Vorfeld hatte insbesondere die FDP noch einmal für die Unterstützung des Projektes geworben.Die SPD/Grünen-Fraktion blieb hingegen bei ihrer Ablehnung, da sich an der Sachlage  seit dem letzten Jahr nichts geändert habe. Hauptkritikpunkt war dabei, dass das Projekt einseitig diejenigen Vereine bevorzuge, die auf dem Gelände der Fuldaaue angesiedelt seien.

Demgegenüber meinte Mi­-cha­el Bock (NBL), dass bisher ja ausschließlich einzelne Vereine gezielt gefördert wurden. "Aber jetzt lehnen Sie ein Gesamtkonzept ab, weil Sie niemanden bevorzugen wollen?". Frank Berg (FDP) bezeichnete es gar als "verwerflich", dass Vertreter von Vereinen, die in der Vergangenheit positiv bedacht wurden, jetzt dagegen argumentierten, dass auch andere Vereine gefördert würden.

Auch die unklaren Kosten waren ein Kritikpunkt und die wiederholten  Erläuterungen , dass dies Bestandteil der Planungen sei, stießen auf taube Ohren. Bürgermeister Thomas Fehling warf der SPD/Grünen-Fraktion dabei indirekt eine bewusste Blo-cka­dehaltung vor: "Sie haben hier eine Abhängigkeit aufgebaut, die so nicht lösbar ist."

Einen letzten Vermittlungsversuch startete schließlich Armin Leckel (NBL), der eine Sitzungsunterbrechung anberaumte, damit man eine Beschlussvorlage erarbeiten könne, mit der die formalen Bedenken der Gegenseite ausgeräumt würden. "Lassen Sie uns heute etwas gemeinsam zum Wohle der Stadt beschließen", sagte er. Schließlich seien viele Zuschauer zugegen, "die erwarten etwas von uns." Doch auch das nützte nichts.

Carsten Lenz fügte abschließend hinzu, es sei allmählich unglaubwürdig, dass nun schon zum dritten Mal unter angeblichem Zeitdruck abgestimmt werden solle.

Abschließend ergriff Bürgermeister Fehling noch einmal das Wort und warf der SPD/Grünen-Fraktion eine teils falsche und irreführende Argumentation vor. Zahlreiche der Streitpunkte seien bereits ausführlich erörtert worden, dennoch würden von der Fraktion immer wieder Fragen zu Sachverhalten aufgeworfen, die den Abgeordneten eigentlich bekannt sein müssten.

Mit den Stimmen von SPD/Grünen und der Fraktionsgemeinschaft (mit Ausnahme von Wolfgang Bolender) wurde der Antrag abgelehnt (mit 24 gegen 19 Stimmen und einer Enthaltung). Unter deutlichen Missfallensbekundungen verließen die anwesenden Vertreter der Sportvereine anschließend den Saal.

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