Steinweg in Rotenburg: Eigentümer wenig kooperativ, Verweilmeile in Planung

Der Steinweg ist vom Leerstand gezeichnet – jetzt soll dort eine Verweilmeile entstehen. Foto: Archiv

Der Aufsichtsrat der MER verkündete bei einer Pressekonferenz, dass sie den Steinweg nun zu einer Verweilmeile machen möchten.

Rotenburg. Nach langem Überlegen, wie der Steinweg der Fuldastadt wieder neu belebt werden kann, ist für den Aufsichtsrat nach einigen Dämpfern eine Lösung in Sicht. Private Investitionen in Ladengeschäfte waren bisher nicht vorhanden, wie der Aufsichtsrat der MER am Donnerstagabend bei einer Pressekonferenz informierte. Deshalb hatte der Aufsichtsrat eine andere Idee: Die leerstehenden Verkaufsflächen sollten von der Stadt gekauft oder gemietet werden, damit die Stadt Rotenburg selbst Ladengeschäfte eröffnen, Personal einstellen und den Einzelhandel ankurbeln kann. Allerdings kann auch dieser Plan nicht umgestezt werden, stellte der Aufsichtsrat mit bedauern fest.

„Bei der Kontaktaufnahme mit den Eigentümern, Mietern und Händlern hatten wir bisher wenig Erfolg“, erklärte der Aufsichtsrat. Anfangs reagierte kaum einer von den Kontaktierten bezüglich der leerstehenden Ladenflächen. „Wir haben sogar einmal einen bösen Anruf bekommen“, ärgerte sich der Aufsichtsrat. Zunächst zeigte keiner Interesse, bei einer Veränderung im Steinweg mitzuwirken. Stattdessen wollten sie „mit dem Blödsinn nichts zu tun haben“, wie sich ein böser Anrufer äußerte. Mittlerweile sei die MER immerhin mit einer Hand voll von Eigentümern ins Gespräch gekommen. Die MER habe alles versucht, um den Steinweg wieder zu neuem Leben zu erwecken. Dabei unterstützt die MER jedes Vorhaben und fördert es finanziell. „Jeder neue Händler braucht im ersten Jahr keine Miete zahlen und für bestehende Unternehmen übernimmt die MER die gesamten Planungen und die Kosten für innerstädtische Veranstaltungen“, wurde auf der Pressekonferenz nochmal betont.

Es sei ebenfalls wichtig, die bestehenden Händler im Steinweg zu erhalten und zu unterstützen. In Planung sei außerdem eine Förderung für die Fassadensanierung. Das Geld liegt in Fördertöpfen auf der Straße, ergänzte Aufsichtsratsvorsitzender Christian Grunwald. „Wir alleine schaffen es nicht. Jeder muss sich mit kümmern“, erklärte Grunwald.

Jetzt bleibe ihnen nur noch eine letzte Möglichkeit, wie sie den Steinweg wieder attraktivieren könnten: Der Aufsichtsrat der MER hat sich nun ein Konzept überlegt, mit dem sie sich hauptsächlich auf die Straße und die äußeren Gegebenheiten konzentriert. Mit offenem Wasserlauf, mehreren Sitzgelegenheiten und ansehnlicher Gestaltung soll der Steinweg zu einer gemütlichen Verweilmeile werden. Außerdem soll der Steinweg von der Ecke Brotgasse bis zur alten Fuldabrücke für den Verkehr gesperrt werden. Die Ansiedlung von Gastronomie könnte mit der Verweilmeile einhergehen und zum gemütlichen Flair beitragen.

Um ein bestmögliches Konzept für die neue Gestaltung des Steinwegs zu erstellen, stellt die MER extra einen Stadtplaner ein. Das Konzept soll anschließend den städtischen Gremien zur Abstimmung vorgelegt werden.

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