Steinzeitfreunde in Hausen machten Feuer mit dem Drillbohrer

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Steinzeitfreunde Hausen starten ins neue Jahr - mit großer Bildergalerie

Oberaula-Hausen. Der Himmel ist trüb, der Wind weht kalt und der Boden ist matschig – da sehnt man sich nach einem gemütlichen ­warmen Plätzchen. Doch im Gegensatz zu heute, wo man einfach das Heizungsthermostat aufdreht, musste man in der Steinzeit erst einmal ein Feuer entfachen.

Vergangenen Sonntag hatten die Steinzeitfreunde Hausen daher zum achten Mal dazu eingeladen, das erste Feuer des Jahres zu entzünden. Gegen Mittag füllte sich das Areal am Sportplatz allmählich, dann rief Vorsitzender Uwe Bickert mit seinem Horn alle Feuermacher zusammen. Er demonstrierte mit einem Feuerstein, einem Stück Markasit (Mineral) und etwas Zunderschwamm das steinzeitliche Feuerzeug.

Funken zu schlagen ist für Anfänger recht schwierig, daher versuchten es einige auch mit dem Drillbohrer. Ralf Schäfer aus Willingshain drehte damit einen Stock so schnell auf einem Holzbrett hin und her, bis er zu qualmen begann. Schnell legte seine Frau Sabine trockenes Heu auf die glühende Stelle und behutsam pusteten beide darauf. Zuerst entstand lediglich dichter weißer Qualm, doch nur kurze Zeit später sah man die ersten Flammen aufleuchten. Etwas Reisig ließ das Feuer größer werden und das Knistern zeugte auch akus­tisch vom ersten Steinzeitfeuer 2018.

Nach und nach entzündeten sich nun auch die großen Holzscheite und es entwickelte sich zur echten Wärmequelle, um die sich gleich die „Sippe“ versammelte. Der achtjährige Johannes Kappaun setzte sich auf ein Fell und hielt sein Stockbrot in die Flammen, Steinzeit-Bäcker Horst Klinger bräunte nebenan Fladenbrot auf einem Tonziegel. Auf dem Platz gab es für gut 100 Besucher noch mehr zu entdecken, Jannis Karsch (9) versuchte sich als Speerwerfer und Luca Schrön (12) bastelte sich eine schöne Steinzeit-Halskette.

Steinzeitexperte Andreas Behnke aus Sachsen-Anhalt zeigte den Zuschauern wie man Steine bearbeitet, dazu stellte er Werkzeuge, Waffen und Schmuck aus. Trotz des trüben Wetters verweilten die Gäste bis zum Einbruch der Dämmerung, bei süßen Feuer-Fladen, heißem „Mammutblut“ und echter Steinzeit-Wurst ließ es sich gut aushalten.

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