Neue Smartphone-App für Straßenbeleuchtung an der B62

Freuen sich über die neue Straßenbeleuchtungsapp (v.li.): Amazon Generaldirektor Christian Dülfer, Alexander Pfaff, Daniel Kleinkauf, Bürgermeister Thomas Fehling, Benedict Ulrich, Timo Höfer und Projekbetreuer Dirk Landsiedel. Foto: Rode

Die neue Straßenbeleuchtung an der B62, vorerst für Amazon-Mitarbeiter, ist jetzt mit dem Smartphone steuerbar.

Bad Hersfeld. Das Ergebnis der Technikerschule Bad Hersfeld kann sich sehen lassen. Innerhalb einer 3-monatigen Entwicklungsphase, nach der gestellten Projektaufgabe der Stadt Bad Hersfeld, ist es einem jungen vierköpfigen innovativen Team gelungen, ab sofort den Mitarbeitern der Firma Amazon einen beleuchteten und damit sicheren Heimweg zu gewährleisten.

Bürgermeister Thomas Fehling zeigte sich in Gegenwart von Generaldirektor Christian Dülfer sichtlich erfreut über das Leistungsergebnis der sogenannten bedarfsorientierten Beleuchtung auf dem 1,5 Kilometer langen Fuß- und Radweg entlang der B 62 bis zum Kurpark, welcher künftig einfach per Klick mittels Smartphone App ausgeleuchtet wird. Die Software wird zunächst ausschließlich Amazon-Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Eine Ausweitung für die Bewohner des Eichhofs ist jedoch denkbar. Mit seinem Grußwort an die interessierten Zuhörer und geladenen Pressevertreter machte Bürgermeister Fehling deutlich, wie im Rahmen einer bunten Zusammensetzung mit der Technikerschule, den Stadtwerken, der Firma Amazon und dem Regionalversorger Thüga ein derartiger Projekterfolg möglich war. In Gegenwart von Projektbetreuer Dirk Landsiedel erklärte Timo Höfer in seiner Präsentation die technischen Eigenschaften ihrer Entwicklung. Mittels insgesamt zwei Antennen wird das Handy W-lan-Signal an die Empfangseinheit bei ausgeschalteten Lampen zur Nachtzeit weitergeleitet, die wiederum die Einschaltautomatik steuert und im Anschluss den Weg für insgesamt 20 Minuten erhellt.

Der finanzielle Entwicklungsaufwand ist im Vergleich zur künftigen Ersparnis als gering einzustufen, da mit der kurzen Beleuchtungsdauer nicht nur Emissionswerte verringert werden, sondern die kommende LED-Technologie bereits mit diesen Systemkomponenten berücksichtigt wird und damit aufrüstbar ist. Bürgermeister Fehling zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Technik als Produkt veredeln und verkaufen lässt. Mit dem bislang aufgebauten und zur Verfügung stehenden Netzwerk, habe man einen kraftvollen Hebel für eine Vermarktung. Außerdem gäbe es bereits weitere Ideen, beispielsweise die Stadtkirche oder die Beruflichen Schulen am Obersberg mit dem System auszurüsten.

Im Anschluss des Vortrags konnten sich die Gäste persönlich vor Ort von der Funktionalität überzeugen.

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