Für knapp 1 Million Euro: Neue Straßenbeleuchtung für Bebra

Die Kooperationspartner der Stadtwerke Bebra GmbH v.l. mit Prokurist Christian Iba, dem Geschäftsführer Herbert Höttl sowie mit Bürgermeister Uwe Hassl. Moderne LED-Köpfe haben ­einen Verbrauch zwischen 18 und 36 W während alte Leuchtmittel bis zu 80 W benötigen zzgl. der verbauten Vorschaltgeräte, die teilweise nochmals bis zu 65 W pro Stück verbrauchen. Foto: Eyert

Nach über 10 Jahren – neue LED-Straßenbeleuchtung für die Biberstadt... Bürgermeister Uwe Hassl: „Das ist der lang ersehnte Quantensprung“

Bebra. Nach über 10 Jahren der Nachtabschaltung bei der städtischen Straßenbeleuchtung in Bebra kommt nun endlich Licht ins Dunkel. In Bebra schießt man jetzt mit ­einem 90 Prozentigen Zuschuss des Bundes den Vogel bei der energetischen ­Sanierung und Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik ab.

Bürgermeister Hassl: „Das ist der ersehnte Quantensprung für Bebra, denn mit der Um-­rüstung werden wir neben ­einer gigantischen Ein-­­­sparung und der damit verbundenen schnellen Amortisation eine moderne und regelbare Lichttechnik in Bebra und den Ortsteilen erhalten.“

Hassl: „Unsere alten Lampenköpfe sind hochgradig in-­effizient. Dies gilt sowohl beim CO2-Wert als auch bei der sogenannten Lichtverschmutzung und erst recht im Verbrauch sowie der ­Reparaturanfälligkeit.“

Damit die Stadt ihre Finanzen entlastet, wurde vor ungefähr 10 Jahren die Nachtab-­schaltung eingeführt. Ab 1:15 Uhr werden in Bebra und seinen Stadtteilen alle Straßenbeleuchtungen abgeschaltet. Eine Stadt wie Bebra, sollte sich aber auf Dauer eine Nachtabschaltung nicht ­leisten. So etwas ist dauerhaft imageschädlich für eine Stadt konstatiert Hassl.

Das Sicherheitsbedürfnis der eigenen Bevölkerung wurde einfach dem Sparzwang geopfert. „Doch das wird jetzt anders werden“, verspricht Bürgermeister Hassl. Bereits in den vergangenen zwei Jahren wurden in ­Kooperation mit den Stadtwerken Bebra GmbH die Lichtpunkte katastermäßig erfasst. Von den vorhandenen 2.100 Lichtpunkten werden jetzt ca. 1.800 in Kooperation mit den Stadtwerken auf modernste regelbare LED-Technik umgerüstet. Der Rest sei bereits im Rahmen von Neubauten während der Stadtsanierung bzw. anlässlich von Reparaturen in der ­Vergangenheit ertüchtigt worden. „Die Umrüstung auf LED muss in zwei Jahren abgeschlossen sein“, so Hassl.

Die Gesamtmaßnahme ist mit einem Budget von 980.000 ­Euro förderfähig anerkannt worden. Der kommunale Anteil der Stadt Bebra beträgt bei 10 Prozent nur 98.000 ­Euro. Hassl: „Ich bin so froh, dass wir diese Maßnahme nun endlich genehmigt er-­hielten und nach der Um-­rüstung werden wir erst so richtig sparen, freut sich der Bürgermeister. Wir rechnen mit einer jährlichen Ersparnis von 400.000 kW/h Strom, was ungefähr einer Kosteneinsparung von mehr als 60 Prozent gegenüber der herkömmlichen Beleuchtung bei einer Amortisationsdauer von weniger als 10 Jahren entspricht.“

Aufgrund der 90 Prozentigen Förderung durch den Bund unterliegen nämlich die städtischen Investitionen einer geringeren jährlichen Abschreibung und kürzeren Amortisationszeit und belasten damit künftig die Jahresergebnisse weniger. Ohne die Förderung wäre eine jährliche Abschreibungen von 30.000 Euro zu beachten. Diese reduziere sich künftig auf 3.000 Euro jährlich, unterstreicht Hassl.

Hinzukomme, so Hassl, „dass die kompletten Wartungs- und Reparaturarbeiten künftig wegfallen werden, denn die fortgeschrittenen LED-Generationen seien mittlerweile praktisch wartungsfrei“. Dennoch werde ein modernes, IT-gestütztes Beschwerdemanagement mitgeliefert, das auch in anderen Bereichen eingesetzt werden kann und somit Bebra „smart“ werden lässt. So wird man über eine Handy-App alle festgestellten Mängel im Stadtbild melden können. Hassl ab­­schließend:

„Das absolute Highlight dieser Maßnahme ist jedoch, dass wir im Stadtbild auf die leidige Nachtabschaltung künftig verzichten werden und eine CO2-Einsparung von jährlich 400 to erhalten werden. Die moderne Regeltechnik lässt es zu, den Lichtstrom und damit auch den Verbrauch an die Lichtverhältnisse anzupassen. Künftig wird Licht dort hingebracht, wo es benötigt wird, nämlich um die Gehwege und nicht die Straßen oder Häuserfassaden zu beleuchten“.

Damit trage Bebra auch zur Verringerung der sogenannten „Lichtverschmutzung“ bei. „Bebra wird ­künftig nie mehr im Dunkeln stehen“, so der Bürgermeister.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Viermal Luther zum Festspiel-Start

Die Besetzung für das große Luther-Stück ist jetzt bekannt - mit dabei: Hersfeld-Preisträger Christian Nickel.
Viermal Luther zum Festspiel-Start

Polizei stoppt litauischen Lkw mit 16.000 Kilo Torf beladen

Ein Kontrollteam der Polizei Bad Hersfeld zog gestern einen Lkw aus Litauen aus dem Verkehr.
Polizei stoppt litauischen Lkw mit 16.000 Kilo Torf beladen

Neue Einstiegsmöglichkeiten in Ludwigsau und Niederaula

Der NVV richtet gemeinsam mit dem Landkreis und Kommunen mehr Bushaltestellen in Ludwigsau und Niederaula ein.
Neue Einstiegsmöglichkeiten in Ludwigsau und Niederaula

Leserbrief: Jugendhilfe soll in Rotenburg bleiben

UBR-Fraktionsvorsitzender Hartmut Grünewald sieht nichts Bürgernahes in der Verlegung der Jugendhilfeeinrichtungen von Rotenburg und Bebra nach Bad Hersfeld.
Leserbrief: Jugendhilfe soll in Rotenburg bleiben

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.