Märchenhafter Auftakt bei den Festspielen

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Das Ensemble von "Das tapfere Schneiderlein" probt auf Hochtouren - Premiere am 13. Juni

Bad Hersfeld.  Die Festspiele stehen vor der Tür – und in diesem Jahr beginnen sie schon vor der ‘offiziellen’ Premiere in der Stiftsruine. Denn bereits am Dienstag, 13. Juni, feiert das Kinder- und Familienstück „Das tapfere Schneiderlein“ im Theaterzelt Premiere. Grund sind die Sommerferien, die in Hessen am 3. Juli beginnen. Um den Kindern und ihren Familien sowie Schulklassen den Besuch zu ermöglichen, wurden die Aufführungstermine überwiegend in den Juni und die erste Ferienwoche gelegt.

Wie im letzten Jahr wurde das Märchenstück von Franziska Reichenbacher geschrieben, die auch Regie führt. Mit dem tapferen Schneiderlein hat sie diesmal ein etwas handfeste­res Märchen ausgesucht, schließlich wird der Schneider wegen seines Mottos „Sieben auf einen Streich“ für einen großen Kriegshelden gehalten und muss mit Riesen kämpfen. Besonders freut sie, dass das Stück auch eine gedachte Verbindung zu Bad Hersfeld als traditioneller Tuchmacherstadt hat: „Wissenschaftlich beweisen kann man das zwar nicht, aber es ist doch vorstellbar, dass das ‘tapfere Schneiderlein’ seine Werkstatt in einer der Fachwerkgassen dieser Stadt hatte.“ Zur Vorstellung des Ensembles begrüßten der Erste Stadtrat Gunter Grimm und Alfons Retting von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg die Schauspieler herzlich in Bad Hersfeld und erhielten dabei auch einen Einblick in die laufenden Proben. „Wir legen viel Wert auf das Kinderstück“, bekräftigte Grimm in seinem Grußwort, und fügte hinzu: „Aus vielen persönlichen Gesprächen weiß ich: Die Kinder schwärmen oft noch wochenlang davon.“ Die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg ist wie in jedem Jahr Hauptsponsor der Festspiele und hat mit den Kosten für das Theaterzelt einen großen Anteil an der Finanzierung des Kinderstücks übernommen. „Wenn man Kindern Theater näherbringen will, wie könnte man das besser machen als in so einem Zelt?“, meinte Retting.

Franziska Reichenbacher erläuterte zu den Proben Details der Inszenierung. Man werde zwar nahe am Grimmschen Original sein, teilweise aber auch in eine andere Richtung gehen. So ist der Schneider im Märchen ein regelrechter Aufschneider, eher schon ein Betrüger. Im Stück hingegen ist das Motto „7 auf einen Streich“ eigentlich als Scherz gemeint. Es sind die Menschen um ihn herum, die sich nicht von ihrer einmal gefassten Ansicht abbringen lassen, dass damit sieben Menschen gemeint sein müssten. Es geht also in dem Stück über die Macht der Vorstellung und wie diese schließlich auch die Hauptfigur selbst verändert. Denn da alle in ihm einen tapferen Haudrauf sehen wollen, entdeckt er selbst ganz neue Seiten an sich. Die Titelrolle wird von Sasha Bornemann gespielt, der bereits im letzten Jahr die Hauptrolle des Dümmlings in „Die goldene Gans“ spielte. Prinzessin Carolin, deren Herz das tapfere Schneiderlein gewinnt, wurde mit Sarah Elena Timpe besetzt, die neben ihrem Theater-Engagement auch aus dem Fernsehen (in „Sturm der Liebe“ und „Um Himmels Willen“) bekannt ist. Ihren Vater, den König, spielt mit Yorik Tortochaux ein weiterer bekannter Festspiel-Märchendarsteller Die Riesen sind etwas moderner als menschliche Widersacher angelegt: Roland Schregelmann vom Landestheater Niederbayern ist „August der Starke“, ein Metzgermeister und Kraftmeier. Bei Hofe treten als Widersacher des Schneiderleins Film- und Theaterschauspielerin Elisabeth Degen (Tochter des Schauspielers Michael Degen) als Finanzministerin und Andrés Mendez als General auf. Letzterer hat sich nicht nur als Theaterschauspieler einen Namen gemacht, sondern ist auch – ungewöhnlich – ein bekannter Synchronsprecher für Videospiele.

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