Zum Thema: „Druck im Truck“

Ich bin schon einige Jahre im internationalen Fernverkehr ttig und habe mit Verwunderung den Artikel gelesen. Angesichts der zirka 150.000 offen

Ich bin schon einige Jahre im internationalen Fernverkehr ttig und habe mit Verwunderung den Artikel gelesen. Angesichts der zirka 150.000 offener Fahrerstellen in Westeuropa, ohne die neuen EU-Beitrittslnder, ist es seltsam, dass ein Fahrer angeblich gezwungen wird, monatlich fr 1.000 Euro zu arbeiten, noch dazu unter grober Missachtung der gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten, wie aus der abgebildeten Diagrammscheibe zu ersehen ist. Eine solche zu verffentlichen spricht fr sich.

Auf Grund der katastrophalen Parkplatzsituation in den meisten Lndern Europas, kann es bei der Suche nach einem geeigneten Ruheplatz fr die Nacht schon mal zu einer Fahrzeitberschreitung kommen, was teilweise auch toleriert wird. Eine Parkplatzsuche ist aber auf dieser Diagrammscheibe nicht zu erkennen. Also ist von Vorsatz auszugehen. Diese sogenannten Billigflieger, die den Kollegen die Lhne drcken, die Zeiten kaputt fahren, beklagen sich mit gleichem Atemzug auch noch ber die mangelnde Kollegialitt im Falle einer Panne.

Wer, bitteschn, ist denn unkollegial? Ich halte mich von dieser Spezies Kollegen auch fern. Ich kann diesem "Kollegen" nur wnschen, dass er mit einer solchen Scheibe niemals in einen Unfall verwickelt wird, mglicherweise noch mit Personenschaden und / oder eventuell mit tdlichem Ausgang. Denn dann kommt fr ihn viel Freude auf und er steht mit den Folgen sehr einsam und alleine da.

Bei der Suche nach einem Grund fr die eigene Unfhigkeit einen ordentlichen Lohn auszuhandeln, kommt das Argument Druck aus Osteuropa natrlich sehr gelegen, ist aber seit langem nicht mehr aktuell. Kollega Osteuropa hat sehr schnell gelernt, er fhrt nicht mehr fr kleines Geld, im Gegenteil fordert er schon mehr Lohn als mancher westeuropischer Fahrer. Die Wurzeln des bels sind wohl im eigenen Land zu suchen. brigens, die Phnomene des Lohndumpings und der unterlassenen Hilfeleistung unter Kollegen, die in Ihrem Artikel angeprangert werden, griffen mit rasanter Geschwindigkeit in Westeuropa um sich, und zwar nach November 1989. Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt. Name der Redaktion bekannt

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