Thema „Schreiben an die Bundeskanzlerin“

Auf der einen Seite ist es erfreulich, dass untere Parteigremien nunmehr in der Realitt angekommen sind und mit dieser konfrontiert erkennen, di

Auf der einen Seite ist es erfreulich, dass untere Parteigremien nunmehr in der Realitt angekommen sind und mit dieser konfrontiert erkennen, die Fixierung auf Programme ndern nicht eine Realitt, welche so gewollt wurde, nun sich als Belastung heraus stellt. Mit pastoral-theologisch hnlichem Hndeheben zur Unterstreichung, Wir sind die Mitte, mit Verkndigung, Der Aufschwung ist angekommen, wird selbstbefriedigende bertchung herausgestellt und weiteres devotes Hinnehmen parteipolitischer Entscheidungen in Dankbarkeit vom Volk erwartet.

Das Soziale der Marktwirtschaft ist nur noch zu verstehen als Borodino-Sozialmarkt, in welchem das Volk auf Hinnahme trainiert und in Erwartung seiner Disziplin von oben mit Segnungen beharkt wird, bis es umfllt. Denn die Machtunterlegenheit des Volkes ist ein Organisationsvorteil, den andere sich zunutze machen und aus dem neue Macht generiert werden kann.

Die Mutation der ehenmaligen sozialen Marktwirtschaft in einen heutigen Sozial-Kannibalismus, wo Solidaritt in Rationalisierung besteht und Zukunftssicherung in Form von Bedarfsgemeinschaft artikuliert wird, Lebensqualitt sich reduziert auf berlebensnotwendigkeiten, wo Gruppen statt resozialisiert eher dem Prekariat zugeordnet und versorgt werden, einzelne Klassen der Gesellschaft von dieser absterben, werden wir einen unumkehrbaren Verlust von Kultur insgesamt erleben, da diese, wie auch Bildung, nur noch sozialadquat und gruppenspezifisch Vermittlung findet und in deren Annahme Selektion verstrkt.

Solches Absterben von Klassen, historisch nachweisbar, ist mit dem Begriff Bedarfsgemeinschaft keine sprachliche Verschleierung, sondern die logische Kehrseite von Bedrohungsphantasien und die Herstellung von Verteidigungsbereitschaft derjenigen, welche sich bedroht fhlen, welche vielleicht von ihrem berflu etwas abgeben sollten und knnten. Gesteigert wird derzeitige Unrealitt mit: Wir drfen unseren Kindern keine Schulden hinterlassen. Undifferenziert wird von einem nicht definierten wir gesprochen, obwohl Politik bis heute noch keine Kinder hatte. Doch was hinterlassen Kinderlose?

Wir, die wir Kinder aufgezogen haben, erleben mit solchen uerungen die Rache des Sozialstaates, das Verstehen der Gesellschaft zwar ber die Notwendigkeit von Kindern, aber nur, wenn man daran partizipieren und individueller Egoismus als Lebensmittelpunkt gelebt werden kann. Doch unsere Kinder erarbeiten und zahlen auch den Kinderlosen mal ihre Renten. Und damit solche Zukunft stabilisiert werden kann, wird mit dem Begriff Demographie bereits heute Familie bestraft, obwohl sie die einzige Gesellschaftsform ist, welche gesellschaftlichen Bestand sichert.

Und das Geschehnis im Gesundheitswesen, verkauft als Reform, ist eher Gesundheitscasting oder Selektion. Nur wer privat ausreichend finanzielle Mglichkeiten hat kann mit einer optimalen Behandlung rechnen. Denn rechtlich ist nur eine ausreichende Versorgung, keine mit optimalen Arzneimitteln geschuldet. Die Problematik der Energiekosten und Lebensmittelpreis sind der Bevlkerung nicht nur hinreichend bekannt, sondern werden auch von unseren Volksvertretern als belastend dargestellt. Das war es dann.

Glaubt wirklich die CDU Bebra, die Kanzlerin sitzt in Berlin, falls nicht mal wieder auf Reisen, um sich mit vielen Fragen zu befassen, welche ihre Untertanen in deren Leben beschneiden? Aber vielleicht steht sie auf dem Balkon ihres Amtes, wenn die ersten Massen davor Lebensqualitt einfordern, verteilt mit der gleichen eingangs beschriebenen pastoral-theologischen Hndehebung dann die Scheine.

Paul-Gerhard ExnerRotenburg

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