Thema G 9: SPD-Unterbezirk übt scharfe Kritik am Kultusministerium sowie an CDU und FDP im Kreistag

Bad Hersfeld. Der Wille der Schulkonferenz und der Eltern der Gesamtschule Schenklengsfeld, die Schüler in der Schulform G 9 zu unterrichten, muss vo

Bad Hersfeld. Der Wille der Schulkonferenz und der Eltern der Gesamtschule Schenklengsfeld, die Schüler in der Schulform G 9 zu unterrichten, muss vom Kultusministerium akzeptiert werden. Schließlich seien die Schüler der jetzigen fünften Klasse bereits seit Dezember vergangenen Jahres daraufhin unterrichtet worden. Und schließlich legte noch im Jahre 2012 das Kultusministerium für die Rückkehr zu G 9 Wert auf die Einstimmigkeit des Elternwillens und den Beschluss der Schulkonferenz. "Soll das nicht mehr gelten?", fragen die Hersfeld-Rotenburger Sozialdemokraten.

Der Kreistag des Landkreises Hersfeld-Rotenburg hatte dies auch in einer Resolution in seiner Sitzung am 13. Mai zum Ausdruck gebracht. In der Kreistagssitzung vom 24. Juni verweigerten allerdings CDU und FDP die Dringlichkeit, erneut dem Kultusministerium Druck zu machen. "Es ist schon peinlich, dass das Hessische Kultusministerium dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg nicht zu antworten vermag. Und dies, wo doch die Sommerferien und dann das neue Schuljahr vor der Tür stehen. Es muss Klarheit für die Schulgemeinde her," meint der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Manfred Fehr. CDU und FDP erachteten es offenbar nicht für nötig, dem vor sich hin werkelnden Kultusministerium nochmals die Position des Schulträgers Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu verdeutlichen.

Verärgert sind die Sozialdemokraten daher nicht allein über das Kultusministerium, das es offenbar nicht für notwendig erachtet, zeitnah dem Landkreis zu antworten. Wenn CDU und FDP die Dringlichkeit nicht erkennen, spielen sie gegen den Elternwillen und den der Schule. Gleichzeitig wird dann von CDU und FDP in Sonntagsreden der "eigenverantwortlichen Schule" das Wort geredet. Alle anderen Kreistagsfraktionen (Bündnis 90/Die Grünen, FWG, Die Linke) stimmten mit der SPD für die Dringlichkeit.

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