Zum Thema: „Suppe für einen Euro“

Ob La Sopa als Wort angelehnt ist an TV-Serien? Doch darf dieses Wort nicht darber hinweg tuschen, man schmt sich schl

Ob La Sopa als Wort angelehnt ist an TV-Serien? Doch darf dieses Wort nicht darber hinweg tuschen, man schmt sich schlicht und einfach das Kind beim Namen zu nennen. Unstrittig ist, durch politische Entscheidungen, welche in unserem Interesse getroffen werden, in Deutschland gibt es wieder Suppenkchen, so notwendig diese auch sind, zumal in einem so reichen Land.

Die im Text des Artikels theologisch-pastoralen Hinweise sollen den notwendigen Flair gndiger Barmherzigkeit aufzeigen bis zum Hinweis der Ausfallbrgschaft unserer Landeskirche. Doch diese gibt es nicht fr den Fall, wenn Diakonie einen Heranwachsenden ins Unglck strzt, seine finanzielle Basis substantiell schmlert. Dann gibt es das groe gemeinsame Schweigen.

Wenn Frau Vize-Landrtin Bittner an anderer Stelle bemngelt, fr viele sei es schwierig, mit 347 Euro zurechtzukommen und gesund zu kochen, so muss sie diese Kritik an ihre politischen Kumpane / Genossen und andersfarbige Volksvertreter in Berlin richten. Unserer Dekanin waren bereits vor Jahren die Leerstnde in den Gemeindehusern aufgezeigt und Verwendungsvorschlge gemacht worden. Und heute, welche berraschung, entdecken das Soziale und die Diakonie Armut in Rotenburg.

Es scheint eine groe Leistung, sich mit Spenden ffentlichkeitswirksam Publicity zu erheischen; bis hin zu dem Motto, Einsamkeit zu berwinden und Gemeinsamkeiten sowie gegenseitige Hilfe zu ermglichen. Sollen Hilfsbedrftige die Einsamkeit kirchlich-sozialer Akteure fllen und dann als Beweis von Gemeinsamkeit dienen?

Denn wenn es um den Tatbestand Armut ginge, dann hatten die hier abgebildeten Akteure bereits seit Jahren andere und individuell zentriertere Mglichkeiten der Hilfe. Oder war die Wahrnehmung von Armut der normalen sinnlichen Wahrnehmung nicht zugnglich, also eine Frage der Metagnomie, nur noch Phnomene werden wahrgenommen? Doch Armut ist kein Phnomen und auch in unserer Stadt nicht neu. Und wenn man mit diesem Thema und den Spenden, die verteilt werden sollen, in die Zeitung kommt, hat solches wenig mit Armut in solchem Sinne, sondern eher mit Narzismus oder Zentrovertiertheit zu tun was letztlich egal ist. Statt Armut zu verhindern, wird sie zu eigener Profilierung benutzt.

Paul-Gerhard ExnerRotenburg

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