Tipps zum Thema „Gewalt gegen Frauen“

Neue Informationsbroschre fr rzte zum Thema Husliche Gewalt gegen Frauen Bad Hersfeld.Wenn Frauen

Neue Informationsbroschre fr rzte zum Thema Husliche Gewalt gegen Frauen

Bad Hersfeld.Wenn Frauen Opfer huslicher Gewalt wurden, ist es oft der Hausarzt oder die Hausrztin, die als erste von den Verletzungen erfahren. Die betroffenen Frauen reden allerdings hufig nicht von selbst ber die Hintergrnde ihrer Verletzungen, sondern geben aus Scham hufig andere Ursachen dafr an, erlutert Kreisfrauenbeauftragte Andrea Fink-Jacob bei der Vorstellung einer Broschre fr die rzteschaft zum Thema Gewalt gegen Frauen.

Fast jede dritte Frau, so Erste Kreisbeigeordnete Elke Knholz, ist nach einer Schtzung des Bundesministeriums fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Deutschland von Gewalt betroffen. Gewalt gegen Frauen sei heute zwar nicht mehr so tabuisiert wie noch vor wenigen Jahren, dennoch gebe es viele Hindernisse bei der Suche nach Hilfe und Untersttzung.

rztinnen und rzte seien aufgrund ihrer Vertrauensstellung ein wichtiges Verbindungsglied zum Hilfesystem, sind sich Knholz und Fink-Jacob einig. Sie htten die verantwortungsvolle Aufgabe, Gewalt als Krankheits- oder Verletzungsursache zu erkennen. Dies sei jedoch oft nicht einfach und erfordere viel Sensibilitt, da die Opfer sich aus Angst oder Scham hufig nicht von selbst offenbarten.

Deshalb hat das Frauenbro des Landkreises Hersfeld-Rotenburg nun eine Informationsbroschre ber Gewalt gegen Frauen herausgegeben, die der rzteschaft neben Hintergrundinformationen insbesondere zur huslichen Gewalt Tipps und Hinweise an die Hand gibt, wie sie von Gewalt betroffenen Frauen wirksam helfen knnen.

Der rztliche Direktor des Klinikums Bad Hersfeld, Prof. Dr. Horn, sowie Dr. Eckart Auel, Sprecher der niedergelassenen rztinnen und rzte, sind dankbar fr die vorgelegte Broschre, die neben Informationen und Hilfestellungen fr den sensiblen Umgang mit von Gewalt betroffenen Frauen auch zahlreiche Adressen von Beratungsstellen und Einrichtungen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nennt, bei denen betroffene Frauen weiterfhrende Hilfe und Untersttzung bekommen knnen.

Zu diesen Einrichtungen gehren unter anderem die Frauenberatungs- und Interventionsstelle Frauentreff, das Frauenhaus, die Pro Familia, der Weisse Ring, das Frauenbro des Landkreises und natrlich auch die Polizeidienststellen.

Alle Beteiligten sind sich darber einig, dass es bereits hilfreich ist, durch das Auslegen von entsprechendem Informationsmaterial Patientinnen zu signalisieren, dass die Arztpraxis Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit von Gewalt betroffenen Frauen hat. Am wichtigsten sei, eine Vertrauensbasis herzustellen und die erforderlichen Untersuchungen so sensibel wie mglich durchzufhren.

Die Broschre wurde vom Kreisfrauenbro auf der Grundlage einer Empfehlung der Berliner Interventionszentrale bei huslicher Gewalt erstellt und auf den Landkreis Hersfeld-Rotenburg angepasst. Der Weisse Ring e.V. hat die Druckkosten fr diese Broschre gesponsert, freut sich Erste Kreisbeigeordnete Knholz, dafr ein ganz herzliches Dankeschn.

Die Broschre Wenn Patientinnen von Gewalt betroffen sind wird an die niedergelassenen rztinnen und rzte im Landkreis sowie an das Personal in den Kliniken verteilt. Sie liegt auerdem in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen der kreisangehrigen Kommunen aus und kann auch direkt beim Kreisfrauenbro unter 06621-87 308, Email frauenbuero@hef-rof.de angefordert oder im Internet unter www.hef-rof.de/frauenbuero heruntergeladen werden.

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