Tödlicher Machtkampf: Sommernachtsträumer spielen Goldings Herr der Fliegen

"Herr der Fliegen" der "Sommernachtsträumer" in der Regie von Festspiel-Intendant Joern Hinkel.
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"Herr der Fliegen" der "Sommernachtsträumer" in der Regie von Festspiel-Intendant Joern Hinkel.
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"Herr der Fliegen" der "Sommernachtsträumer" in der Regie von Festspiel-Intendant Joern Hinkel.
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"Herr der Fliegen" der "Sommernachtsträumer" in der Regie von Festspiel-Intendant Joern Hinkel.
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"Herr der Fliegen" der "Sommernachtsträumer" in der Regie von Festspiel-Intendant Joern Hinkel.
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"Herr der Fliegen" der "Sommernachtsträumer" in der Regie von Festspiel-Intendant Joern Hinkel.
"Herr der Fliegen" der "Sommernachtsträumer" in der Regie von Festspiel-Intendant Joern Hinkel.
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"Herr der Fliegen" der "Sommernachtsträumer" in der Regie von Festspiel-Intendant Joern Hinkel.

Heute, morgen und Sonntagabend wird in der Regie von Joern Hinkel "Herr der Fliegen" von den Bad Hersfelder "Sommernachtsträumern" aufgeführt.

Bad Hersfeld - Dass der Theaterverein „Sommernachtsträumer“ aus Bad Hersfeld gerne Stücke ins Visier nimmt, die einen ernsten Hintergrund haben, zeigten die zumeist jugendlichen Schauspieler in den vergangenen Jahren mit „Die Welle“ oder „Klassenfeind“

Mit William Goldings „Herr der Fliegen“ haben sie diesmal in der Regie des Festspielintendanten Joern Hinkel ein Werk auf die Bühne gebracht, das auf erschreckende Art zeigt, zu was Menschen in Extremsituationen fähig sind.

Golding erhielt 1983 den Literatur-Nobelpreis für das Buch. Die Redaktion hatte die Möglichkeit, sich die Generalprobe in der Probenhalle der „Bad Hersfelder Festspiele“ anzusehen. Grandios verkörpern die zum größten Teil jungen Darsteller die Figuren, die nach einer Notlandung auf einer einsamen Insel zunächst versuchen, sich ein Paradies zu schaffen. Doch Neid und Eifersucht führen dazu, dass sich zwei Lager bilden, die sich bekämpfen – und zwar bis aufs Blut.

Es ist großartig zu sehen, wie das Ensemble die Szenerie abzubilden weiß, wie Emotionen nicht nur gespielt, sondern gefühlt werden. Beklemmende Tänze ums Lagerfeuer, Gewalt und Mord ziehen den Zuschauer mitten ins Geschehen. Bei der Medienprobe ist sogar das Klicken der zahlreichen Kameras in manchen Szenen zum Erliegen gekommen. Rückblenden und die innere Gedankenwelt einzelner Figuren schaffen eine geisterhafte Atmosphäre, die durch den häufigen Einsatz der Nebelmaschine unterstützt wird. Hinkel hat mit seinem jungen Team aus schauspielbegeisterten Nachwuchsmimen ein Stück herausgearbeitet, das in Zeiten von Kriegen und Feindlichkeit zwischen unterschiedlichen Menschengruppen hochaktuell ist und den Zuschauer in den Bann zieht.

Theaterblut fließt

Bravourös ist das Schauspieltalent des jungen Ensembles, dem man jede kleinste Szene abnimmt. Echtes Theaterblut fließt durch die Adern der „Sommernachtsträumer“, Kunstblut ziert deren Gesichter beim Kampf ums Überleben. Worin besteht die Angst, die die jugendlichen Gestrandeten umtreibt? Sind es die wilden Tiere oder ist es doch die Angst vor dem eigenen Ich? Wer wird den Machtkampf überleben? Wer wird als „Sieger“ hervorgehen? Und werden die Jugendlichen am Ende gerettet?

Karten an der Abendkasse

Am Freitag, 2., Samstag, 3., und Sonntag, 4. November, kann man sich selbst ein Bild machen. Jeweils um 19 Uhr führen die „Sommernachtsträumer“ das Stück „Herr der Fliegen“ in der Probenhalle hinter der Bad Hersfelder Stadthalle auf. Karten für zehn Euro gibt es an der Abendkasse. Weitere Informationen gibt es auch unter www.sommernachtstraeumer-hersfeld.de im Internet.

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