Tolle Knolle: Kartoffelfest mit Markttag in Hausen

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Klöße, Puffer & Co.: Am Tag der deutschen Einheit war viel los in Hausen.

Oberaula-Hausen. Der Tag der deutschen Einheit ist für die Hausener seit einigen Jahren auch immer der Tag der tollen Knolle. Dann feiert das 650-Seelen-Dorf sein traditionelles Kartoffelfest mit Markttag, bei dem sich die örtlichen Vereine auf vielfältige kulinarische Weise ins Zeug legen. Jürgen Eckhardt und Klaus Baschnagel sowie weitere „reizende Jungs“ der Skatfreunde lockten mit selbst geräucherten Forellen, die goldglänzend in ihrer Bude aufgereiht waren. Der Verein für Heimat und Brauchtum bot leckere Würstchen und Pommes, „wir haben selbstverständlich auch Kartoffelbratwurst“, warb Grillmeister Frank Schreiber für die regionale Spezialität. Um die Mittagszeit bildeten sich an den „Futterkrippen“ lange Schlangen, am Stand des Frauentreffs sogar gleich drei, denn auf dessen Speisenkarte standen frische Kartoffelpuffer, echte „Hiisner Kartoffelklöße“ mit Specksoße und delikate Kartoffelsuppe mit Wurst. Dazu hatten die emsigen Damen rund drei Zentner Kartoffeln verarbeitet, die sie nun in veredelter Form an den Mann und die Frau brachten. „Es zieht uns immer wieder hierher“, schwärmte der Ex-Häusner Günter Reichert aus dem Münsterland – gemeinsam mit seiner Frau ließ er sich den herzhaften Krustenbraten mit Kraut schmecken, den die Mitglieder des Frauenstammtischs servierten. Zum Markttag hatten sie obendrein 80 Brote sowie mehrere Bleche Zwiebelkuchen und Kartoffelplatz im Backhaus produziert. „Weine nicht, wenn der Regen fällt“, spielte der Musikzug Huppert aus dem Taunus und nahm damit das wechselhafte Wetter auf die Schippe – mehrere Zelte und die Vordächer der Verkaufsstände boten bei Niederschlag ein wenig Schutz. Nach den deftigen Mahlzeiten gab es gleich an mehreren Stellen Hochprozentiges für die Verdauung, wer lieber auf einen süßen Nachtisch stand, war war bei Heike Heinisch und Bärbel Herget in guten Händen. Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen vom Theaterverein hatten sie zehn Schüsseln Teig angerührt, die sie nun nach und nach in hauchdünne Crêpes verwandelten. „Ich habe zwei Kuchen gebacken“, erzählte die 83-jährige Hilde Albert selbstbewusst - die reihten sich in das große Kuchenbüfett des Singkreises Hausen ein. Etwas abgelegen vom eigentlichen Marktgeschehen präsentierten sich die Steinzeitfreunde Hausen, sie hatten Gerhard Kalden aus Homberg zu Gast, mit dem sie ein Zelt aus Tierfellen aufstellten. Ortsvorsteher Jörg Albert und Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner freuten sich über das Engagement der Dorfgemeinschaft und die gute Besucherresonanz beim tollen Herbstfest in Hausen, das am späten Nachmittag gemütlich ausklang.

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