„MG Trash” Matthias Möller ist wieder in Waldhessen: „Ich starte neu durch – der Müllgott räumt auf”

Müllgott Matthiasl Möller ist zurück in der Region. Foto: Fernau

In schrillen Outfis auf dem Hessentag - der Müllgott ist zurück! 

Bad Hersfeld. Er ist wieder da! Matthias Möller ist zurück in Waldhessen. Die meisten kennen ihn jedoch nur unter seinem Künstlernamen – der Müllgott. 2015 sorgte Möller überregional für Schlag­zeilen, mit einer Zwangs­räumung seines Grundstücks in Obergeis endete ein jahrelanger Streit mit Nachbarn und Behörden. „Ich habe die Schlacht um mein Königreich verloren”, sagte Möller damals im KA-Gespräch.

Danach wurde es ruhig um Müllgott Möller aus Neuenstein, der 120 Kubikmeter Sperrmüll und andere Abfälle angesammelt hatte, um damit seine Kunstprojekte umzu­setzen.

„Nach einem Trauerfall war ich völlig fertig und entschied mich dazu, die Region erstmal zu verlassen”, erinnert sich Möller nun bei einem Besuch auf dem Hessentag in Bad Hersfeld. Er war pilgern, lebte auf der Straße und fand später in Detmold in Nordrhein-Westfalen eine zweite Heimat.

Sein Zuhause bleibt aber sein Hof in Obergeis, auf den er nun zurückkehren möchte. „Es ist an der Zeit”, sagt er und hat jetzt vor, seinen Hof ­wieder herzurichten, um ihn als Wochenend-Domizil zu nutzen. „Mein neues Motto lautet: Der Müllgott räumt auf”, lacht der Freigeist. Natürlich habe er auch jede Menge neuer Projekte im Kopf, die er umsetzen möchte.

Neben seinem Job in einer Detmolder Zoohandlung will er auch weiterhin als Poetry-Slammer aktiv sein – und möchte nun auch unter die Modedesigner gehen. „Mode hat mich schon immer interessiert”, erklärt er. Nun habe er Kontakt zu seinem bekannten Designer, der ihm unter die Arme greifen möchte. Ziel sei eine eigene Müllgott-Modelinie. Außerdem entdeckte Möller in den letzten Jahren seine Leidenschaft für Pappe.

So baut er etwa aus der Umverpackung eines Bier-Sechserpacks Aktenordner und plant eine eigenen Visitenkarten-Manufaktur, die er aus Bierflaschenetiketten erstellt. „Ich habe außerdem vor, eine eigene Werbeagentur zu gründen”, verrät Möller noch. Ein möglicher Name steht auch schon fest: „MG Trash”.

Ein weiteres Projekt liegt ihm ganz besonders am Herzen: Aus alten Autoanhängern baut er derzeit – Stück für Stück – Unterkünfte für Obdachlose. „Ich weiß wie es ist, auf der Straße zu leben – dagegen möchte ich etwas tun.”

Derzeit ist er als Gast auf dem Hessentag und sorgte mit seinen schrillen Outfits bereits für Aufsehen. Da er vermummt war und Hartplastikflaschen in seine Kleidung eingearbeitet hatte, wurde er im Schildepark direkt am ­ersten Tag des Platzes ver­wiesen. Doch all das macht dem selbsternannten Müllgott nichts aus. „Ich habe größere Pläne und starte nun neu durch. Waldhessen, ich bin wieder da!”

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