Trenn- statt Mischsystem: Arbeiten im Heringer Untergrund

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Auf einer Bürger-Info-Veranstaltung informierten Hans Ries und ein Ingenieur über die geplanten Kanalbauarbeiten zB in der Wölfershäuser Straße.

Heringen. Vorrangig ging es um den geplanten Übergang im Untergrund: Einen Abend vor der letzten Stadtverordnetenversammlung fand eine Bürgerinformationsveranstaltung in Heringen statt. Rund 65 Anwesende wurden von Bürgermeister Hans Ries und Ingenieur Tobias Dockhorn aus Bebra über die dringend ­erforderlichen Neubaumaßnahmen in der Wölfershäuser Straße, Am Heinerberg sowie in der Aue in Kenntnis gesetzt. Fast ausschließlich ­konstruktiv diskutierten die Bürger mit dem Rathauschef. In Zukunft soll statt des alten Kanal-Mischsystems ein neues Trennsystem eingebaut werden, an das die einzelnen Haushalte angeschlossen werden.

Jedes Haus wird an einen Schmutzwasserkanal (25 Zentimeter Durchmesser) und einen Kanal für Regenwasser (bis zu 1,20 Meter Durchmesser) angeschlossen. Über diesen wird  ­Regenwasser direkt in die Werra geleitet und nicht mehr – zusammen mit dem versalzten Grundwasser, das von außen in die Kanäle eindrang – in die Heringer Kläranlage.Tobias Dockhorn erklärte: "Zwar werden sich die Arbeiten als ziemlich dimensionsreich gestalten, allerdings wird diese Variante endgültig sein." ­ Für die Anwohner entstehen Kosten, die derzeit noch nicht genau kalkulierbar sind. Eine weitere ­Info-Veranstaltung soll Klarheiten bringen.

K+S beteiligt sich an Kosten

Der Düngemittelhersteller K+S wird Teile der entstehenden Kosten übernehmen. Werksleiter Dr. Rainer Gerling versicherte: "Dort, wo nachweislich durch K+S verursachtes Salzwasser in die Kanäle eintritt, sehen wir uns in der Pflicht, die Kosten des Umstrukturierungsprozesses zu übernehmen." Wo genau dies der Fall sei, müsse man jetzt prüfen.

Auch die zukünftige (Farb)-Gestaltung der zu ­sanierenden Straßen wurde thematisiert. Eine Anwesende hoffte darauf, dass keine ­roten Pflastersteine verwendet werden. "Das wird leider nicht umzusetzen sein, weil wir auf ein einheitliches Erscheinungsbild achten", antwortete Ries. Das charakte­ristische rote Pflaster wurde fast in ganz Heringen verwendet. Im ­Gegensatz zu einer ­Asphaltschicht sei das Pflaster bei späteren Arbeiten leichter zu handhaben.

Nach dem Wunsch einiger Anlieger sollen in der Wölfershäuser Straße keine neuen Bäume angepflanzt werden. Insgesamt sollen viele neue Parkbuchten für Pkw entstehen. Die Arbeiten an der Wölfershäuser Straße werden nur unter Vollsperrung durchzuführen sein.

Da der Haushalt für das Jahr 2015 bisher nur mit einem Sperrvermerk beschlossen wurde, können nun zwar die nötigen Verträge mit dem Land Hessen aufgesetzt werden, allerdings wünschen sich einige der Stadtverordneten noch immer mehr Informationen zu den konkreten Bauabschnitten – weshalb die Arbeiten noch nicht beginnen können. Theoretisch sollten die ­Bagger allerdings schon im Spätsommer anrollen.

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