Umbauarbeiten am Bach-Haus Bad Hersfeld

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Die Musische Bildungsstätte wird für die geplante Opernaufführung umgerüstet.

Bad Hersfeld. Im J.S.-Bach-Haus in der Nachtigallenstraße tut sich etwas: Seit einigen Tagen wird hier eifrig gewerkelt, um die Musische Bildungsstätte für die kommenden Aufführungen des Arbeitskreises für Musik (AfM) vorzubereiten. Nach em aus für die Opernfestspiele in der Stiftsruine planen die beiden Kulturvereine AfM und der Verein musische Bildungsstätte nun eine eigene Veranstaltungsreihe, unter anderem mit der Aufführung einer Kammeroper im Sommer.

Dazu muss das Bach-Haus aber erst einmal verdunkelt werden, denn die vielen großen Fenster machen eine professionelle Bühnenbeleuchtung unmöglich – zumal die Aufführungen im Juni und Juli stattfinden sollen, wenn es besonders lange hell ist.Und das ist gar nicht so einfach, wie der Vorsitzende der musischen Bildungsstätte, Friedhelm Fett, erklärt – ohne die tatkräftige Hilfe von Unterstützern und Sponsoren wäre das Projekt kaum zu bewältigen gewesen.So stellt die Firma Koch Raumausstatter den speziellen, lichtschluckenden Stoff bereit, der mittels Klettband an den Fenstern angebracht wird. Der verglaste Giebel wird mit Hilfe eines Lamellenvorhangs verdunkelt – hierfür leistete die Firma Trox TLT wertvolle Hilfe. Die neue Lichtanlage schließlich wurde von der Grenzebach-Stiftung gesponsert.Als Dankeschön für die Unterstützung lädt der AfM die Mitarbeiter der Firmen zu einem besonderen musikalischen Abend ein: Am Freitag, 11. März, findet im J.S.-Bach-Haus ein "Dank mit neuen Tönen" statt. Selbstverständlich sind neben den Unterstützern auch alle kulturinteressierten Bürger herzlich willkommen. Und Friedhelm Fett verspricht einen unterhaltsamen Abend mit einem Programm, das man von den Kulturvereinen bisher so nicht gewohnt ist. So wird unter anderem "Kopfmusik" geboten werden – im Gespräch dreier Herren über Musik (nach einem theaterstück von Jean Tardieu) werden die Zuhörer zu ihren eigenen Assoziationen inspiriert.Für echte Musik sorgen außerdem Organist Detlef Steffenhagen mit eigenwilligen Orgelinterpretationen und der heimische Jazzkünstler Jan Luley.

Weitere Veranstaltungen im J.S.-Bach-Haus stehen bereits fest: Am darauffolgenden Sonntag, 13. März, wird um 16 Uhr eine Ausstellung mit Architekturfotografie zum Thema Bauhaus-Stil eröffnet. Architekt Volker Dietz wird zu dieser Vernissage einen Vortrag zum Thema "Wie aktuell ist die Architektur des Bauhauses heute?" halten.Und ab dem 19. März steht mit den Konzerten zu den 43. Bach-Tagen Hessen-Thüringen ein besonderer Höhepunkt im Veranstaltungskalender an. Am 19. März wird der Hersfelder Festspielchor zusammen mit den Konzertchören aus Frankfurt und Marburg die Markus-Passion von J.S. Bach zu Gehör bringen. Am Osterwochenende locken ein Cembalo-Konzert mit Christoph Bergner (am 26. März, 16 Uhr) und eine Aufführung der Osterkantaten von J.S. Bach mit dem Kiewer Knabenchor und dem Orchester Virtuosi Brunensis (am Ostersonntag, 27. März, um 16 Uhr).

EXTRA-INFO: Keine Insolvenz beim AfM

Irritationen löste in der Stadtpolitik die Behauptung aus, der AfM stehe wiederum kurz vor einer Insolvenz und benötige 22.000 Euro Zuschuss von Seiten der Stadt. Hierzu erklären Prof. Siegfried Heinrich und Friedhelm Fett einhellig, dass dies nicht der Fall sei.Bei der geforderten Summe handele es sich nicht um einen Vereinszuschuss, sondern um Kompensation für Einnahmeausfälle, die dem Verein durch die neue Bestuhlung der Stiftsruine in der letzten Saison entstanden sind. Man habe die Parlamentarier hierzu ersucht, auf eine einvernehmliche Lösung mit der Stadt hinzuwirken – anderenfalls hält sich der Verein auch den Klageweg offen. Wie daraus dann in dem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung eine drohende Insolvenz des Vereins konstruiert wurde, ist den beiden Vorsitzenden schleierhaft.

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