„Unbeschreibliches Gefühl": Paul Rümann aus Kalbach ist Emil in Bad Hersfeld

Paul Rümann ist "Emil" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
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Paul Rümann ist "Emil" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".

Der zwölfjährige Paul Rümann aus Kalbach spielt die Titelrolle im Familienmusical "Emil und die Detektive".

Kalbach/Bad Hersfeld. „Du große Stadt, die soviel Menschen hat, schick‘ mir den, der mich in die Arme nimmt“, singt der zwölf Jahre alte Paul Rümann aus Kalbach, als Emil sich in Berlin verlaufen hat. Ganz allein singt  Paul, der die Titelrolle beim Familienmusical „Emil und die Detektive“ bei den diesjährigen „Bad Hersfelder Festspielen“ übernommen hat.

Dessen Mutter Christina, die ausgebildete Opernsängerin ist, wurde aufmerksam darauf, dass die Rolle bei den Festspielen zu vergeben sei. „Bei einem Casting habe ich dann ,Große Stadt‘ gesungen“, erzählt Paul im Gespräch mit „Fulda aktuell“. Paul trat auch dem Verein „Sommernachtsträumer“ bei, der in Bad Hersfeld von Festspiel-Intendant Joern Hinkel mitbegründet wurde und der sich um dem Theaternachwuchs der Festspielstadt bemüht. „Dominik Mäcke von den ,Sommernachtsträumern‘ hat mich auch empfohlen“, sagt Paul.

Bereits in Fulda auf de Musicalbühne

Die Rolle des Emil ist seine erste große Solo-Rolle, aber Bühnen-Erfahrungen sammelte der Zwölfjährige bereits im „Schlosstheater Fulda“. Von 2016 bis 2018 spielte er im „Medicus“ mit, 2018 zusätzlich in „Die Schatzinsel“. „Die Rolle dort war auch schon groß, aber ich hatte viel weniger zu singen“, so Paul.

„Ich stehe gerne auf der Bühne“, sagt Paul sehr selbstbewusst. Allerdings sei die Schauspielerei zwar sein Berufswunsch, aber Medizin oder Jura könnten einträglichere Methoden sein, den späteren Lebensunterhalt zu verdienen, meint er.

Paul Rümann ist "Emil" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".

Das Gefühl, vor rund 1.300 Menschen in der Bad Hersfelder Stiftsruine ein Solo zu singen sei „grandios und wunderbar, einfach unbeschreiblich“, so Paul, der neben „Große Stadt“ viel Text und Gesang mit seinen 23 jugendlichen Darstellern auf Knopfdruck parat haben muss. Rund 90 Minuten dauert „Emil und die Detektive“ in der Regie von Rainer Niermann. Dieser machte seine ersten Schritte als Regisseur auch in Fulda, als er als Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule mit „Elisabeth“ und Joseph“ die ersten Musicals in der Domstadt in Szene setzte.

"Alle liebgewonnen"

Mit seinen Musical-Kollegen bei den Festspielen hat sich Paul sehr schnell angefreundet. „Ich habe alle sehr lieb gewonnen und wir waren nach kurzer Zeit Freunde“, erzählt er. Das Arbeitsklima mit den erwachsenen Darstellern des Musicals und dem Kreativ-Team bezeichnet Paul als „sehr schön und lehrreich“. Die Arbeit mit Niermann, dem Musikalischen Leiter Helgo Hahn, der Choreografin Sabrina Stein und dem Rest der „Emil“-Mannschaft habe ihm sehr viel Spaß gemacht.

Und wenn er die Chance hätte, wieder bei den „Bad Hersfelder Festspielen“ mitzumachen, dann würde er sie sofort ergreifen. Doch zunächst stehen fünf weitere Aufführungen von „Emil und die Detektive“ auf dem Plan – obwohl die Schule bereits wieder begonnen hat und er seinen schulischen Pflichten am Fuldaer Domgymnasium neben der Schauspielerei wieder nachkommen muss.

Restkarten für „Emil und die Detektive“ gibt es unter www.bad-hersfelder-festspiele.de im Internet. Auf www.lokalo24.de findet sich zudem die Stück-Kritik zu „Emil und die Detektive“.

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