Unbezahlbarer Einsatz – DFB zeichnete 100 Ehrenamtliche aus

Bosserode. Passend zum Auftakt der FIFA-Frauen Weltmeisterschaft in Berlin sagte der Deutsche Fußball-Bund wieder "Danke ans Ehrenamt". Di

Bosserode. Passend zum Auftakt der FIFA-Frauen Weltmeisterschaft in Berlin sagte der Deutsche Fußball-Bund wieder "Danke ans Ehrenamt". Diesmal übrigens ausnahmslos "Ehrenamtlerinnen" die mit einem abwechslungsreichen Programm, mit zahlreichen Höhepunkten, für ihr nachahmenswertes ehrenamtliches Engagements besonderen Dank und Anerkennung erfuhren.

Mit dabei auch sechs Sportkameradinnen aus Hessen mit ihren Partnern, die vom Landesehrenamtsbeauftragten Thomas Becker (Bosserode) betreut wurden. Vor dem fußballerischen "Leckerbissen", dem Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Kanada im Olympiastadion, stand die feierliche Ehrung auf der Insel Eiswerder in Berlin-Spandau auf dem Programm. In den ehemaligen Fabrikgebäuden, wo vor kurzen die Berliner Hertha ihren Bundesligaaufstieg feierte, hatten sich zahlreiche Ehrengäste eingefunden.

So konnte DFB-Vizepräsident Karl Rothmund als Vorsitzender der Kommission Nachhaltigkeit, DFB-Trainer und Ehrenamtsbotschafter Horst Hrubesch, den ehemaligen Trainer der Frauen-Nationalmannschaft Gero Bisanz, den Präsidenten des Berliner Fußball-Verbandes Bernd Schultz, den langjährigen DFB-Funktionär Karl Schmidt, DFB-Trainer Paul Schomann und Turbine Potsdams Trainer Bernd Schröder begrüßen. Für alle war es eine Herzensangelegenheit, den Ehrenamtlichen die Ehre zu erweisen.

"Vier Millionen Spiele im Jahr durchzuführen, ist nur mit Ehrenamtlichen möglich", so Vizepräsident Rothmund in seiner Begrüßungsansprache. Er unterstrich, dass der Breitenfußball eine entscheidende Rolle spiele und die beste Voraussetzung für die gute Entwicklung im deutschen Fußball sei.

"Das Pfund Ehrenamt ist der Garant dafür, dass der Fußball in der Breite so gut aufgestellt ist. "Dienen um des Dienenswillen – ich tue etwas – fühle mich dem Verein und der Gesellschaft verantwortlich", so ist eure Maxime, rief er den engagierten Frauen zu. "Ich ziehe den Hut vor den 100 Frauen, die heute hier sind und hoffe weiterhin auf ihren ehrenamtlichen Einsatz, insbesondere für den Fußballsport".

Berlins Staatssekretär Thomas Härtel, der den  Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit vertrat, hieß die Ehrenamtlichen in der Hauptstadt willkommen. "Wir wissen es zu schätzen was sie für die Gesellschaft erbringen. Sie tragen mit ihrem Engagement dazu bei, dass junge Menschen in einem Verein mitmachen, dass sie sich integrieren, dass sie sich sportlich engagieren", so der Politiker.

Er machte aber auch keinen Hehl daraus, dass die öffentliche Hand noch eine Menge zu tun habe. Insbesondere der Abbau von bürokratischen Hürden sei hier genannt. Berlin setze mit der kostenlosen Überlassung der Sportanlage schon mal ein deutliches Signal.

Horst Hrubesch erzählte in einem Interview mit DFB-Direktor Willi Hink, dass er mit vier, fünf Jahren mit dem Fußball angefangen habe und im ersten Spiel vier Tore geschossen habe. "Mein damaliger Trainer begleitete mich bis zu meinem 18. Lebensjahr und das war mein Glück und wichtiger Baustein in meiner fußballerischen Karriere", sagte er. "Ihr macht die Nationalspieler, wir formen die Spieler im weiteren Verlauf nur noch", sprach er den Ehrenamtlerinnen Dank für ihre Arbeit aus.

Landesehrenamtsbeauftragter Becker nutzte die Gelegenheit um mit Hrubesch über professionelle und ehrenamtliche Arbeit für den Fußballsport sich auszutauschen. (bt)

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