Unfall mit Elektroauto stellte  Feuerwehrleute vor neue Herausforderungen

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Gestern Abend ist ein 66-jähriger Mann auf der L3159 zwischen Bad Hersfeld und Kirchheim mit seinem Jaguar I-Pace aus der Kurve geflogen. Die Bergung des Elektroautos stellte die Einsatzkräfte vor eine besondere Herausforderung.

Bad Hersfeld. Ein nicht gewöhnlicher Einsatz für die Feuerwehr Bad Hersfeld ereignete sich am Donnerstagabend gegen 20 Uhr auf der L3159 zwischen Bad Hersfeld und Kirchheim. Der Fahrer (66) eines mit zwei Personen besetzten Jaguar I-Pace verlor in einer scharfen Linkskurve die Kontrolle über sein drei Wochen altes und rund 80.000 Euro teures Elektrofahrzeug. Der Jaguar kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr zwei Verkehrszeichen und rutschte in einen Flutgraben. Bei dem Unfall wurden der Fahrer und seine Beifahrerin (64) leicht verletzt und mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren.

Für die Feuerwehr aus Bad Hersfeld ein besonderer Einsatz. Da es sich um ein Elektrofahrzeug handelte und an der Unfallstelle nur bedingte Internet Netzabdeckung zur Verfügung stand konnte die für das Fahrzeug vorgesehene Rettungskarte nicht heruntergeladen werden um eine Anleitung zu erhalten, das Fahrzeug stromlos zu schalten. Zwar wird der Hauptstrom bei einem Elektrofahrzeug unterbrochen, wenn die Airbags bei einem Unfall ausgelöst werden, Notversorgungssysteme bleiben aber weiterhin in Betrieb.

Eine Rettungskarte an Bord könnte gerade bei Elektrofahrzeugen im Falle eines Unfalls für die Feuerwehr sehr hilfreich sein und verkürzt erheblich die Rettungszeit. Durch den Aufprall gegen die Verkehrszeichen und die Landung im Flutgraben wurde das Fahrzeug auf der Beifahrerseite erheblich beschädigt. Von der Polizei wird der Sachschaden mit rund 15.000 Euro beziffert. Die holländischen Insassen, die in Kirchheim Urlaub machen, konnten nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.

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