Unseren täglichen Fleischkonsum betrachtend: Malina hat recht!

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Bad Hersfeld. Lokalo24-Mitarbeiter Pelle Faust macht seine Meinung über schlechte Tierhaltung und zu viel Fleischverzehr deutlich.

Bad Hersfeld. Ein Leben ganz ohne Fleisch – für die Waldhessin Malina Sternberg seit einiger Zeit kein Problem – ist für viele Waldhessen kein erfülltes Leben. Für die Meisten gehört zu einem guten Frühstück Salami, zum Mittagessen ein saftiger Rinderbraten und zum Abendessen, stets auf die schlanke Linie achtend, ein leichter Geflügel­salat.Ich selber kann beide Ansichten verstehen: Es gab schon Zeiten, in denen ich vollkommen auf Fleisch verzichtet habe, der teilweise miserablen Tierhaltung wegen, aber spätestens nach elf Monaten ­"Fastenzeit" war es viel einfacher, im Campingurlaub die Ravioli mit Fleischfüllung warmzumachen, anstatt extra noch einmal zum drei Kilometer entfernten Einkaufsladen zu laufen und frisches Gemüse zu besorgen.

Mittlerweile esse ich – in Maßen – wieder Fleisch, trotzdem mache ich mir fast immer Gedanken darüber, wie und aus was meine Bratwurst oder der Schinken hergestellt wurde. Am sichersten ist es, sein Augenmerk beim Fleischkonsum auf die heimischen Wälder zu richten: Seit mein Vater im Mai seinen Jagdschein bestanden hat, kommt auch bei uns zuhause vermehrt Wild auf den Teller. Als Sohn, der das, was auf den Teller kommt, hinterfragt, bekommt man Sätze wie "Mehr Bio geht nicht", "So wissen wir ­wenigstens, wo der Braten herkommt" oder "Das Tier hat nicht einmal bemerkt, dass es gestorben ist" oft zu hören.Wenn man also sicher weiß, was man isst und wenn das Tier artgerecht und "glücklich" aufgewachsen ist, stellt es für mich kein Verbrechen dar, auch mal Fleisch zu essen. Kritisch wird es aber, wenn man sich ein Leben ohne Fleisch nicht mehr vorstellen kann oder man überzeugt davon ist, dass "Fleisch nunmal zu einem guten Essen dazugehört."Malina ist der beste Beweis dafür, dass auch ein Leben ohne Fleisch zufrieden machen kann – und das bei bester Gesundheit. Sie hat vollkommen Recht, wenn sie sagt: "Man muss nur wissen, wie man vegetarisch kocht." Klar schmeckt Tofu pur nach Pappkarton, aber auch ohne Fleisch kann man tolle Sachen am Herd zaubern – ich spreche aus eigener Erfahrung.Ein Appell zum Abschluss, passend zur Vorweihnachtszeit: Bei Gänsen, die in den letzten Wochen ihres Daseins täglich mit 500 Gramm Hafer ge­mästet werden (Stichwort Stopfmast), sollte sich bei jedem Menschen das Gewissen einschalten und der Magen umdrehen: Das schmeckt nicht!

Viel mehr Genuss entsteht doch, wenn man weiß, dass das Tier unter "bio"-Bedingungen aufwuchs und nicht unter unwürdigen Lebensbedingungen leiden musste. Mir jedenfalls vergeht bei solchen Bildern und Gedanken gründlich der Appetit!

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