DGB unzufrieden mit Ausbildungszahlen

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Stefan Koerzell, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thueringen. Foto: Archiv

Waldhessen. Der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Stefan Körzell, sieht die Zahlen zum Start ins neue Ausbildungsjahr verhalten positiv: "D

Waldhessen.Der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Stefan Körzell, sieht die Zahlen zum Start ins neue Ausbildungsjahr verhalten positiv: "Der hessische Arbeitsmarkt verliert deutlich an Dynamik. Wir wollen hoffen, dass das nicht auf den Ausbildungsmarkt durchschlägt. Zumindest die ersten Zahlen sehen nicht schlecht aus." Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage werde kleiner. Rein rechnerisch könnten 90 Prozent der BewerberInnen, die bei der Arbeitsagentur gemeldet sind, in Ausbildung gebracht werden. Offenbar wurden auch wieder mehr Ausbildungsplätze gemeldet. 3 Prozent seien immerhin in Zahlen knapp 980 Ausbildungsplätze.

Eine gemischte Bilanz ziehe der DGB allerdings für das abgelaufene Ausbildungsjahr. Körzell: "Die Zahlen für 2011 sehen bei weitem nicht so rosig aus wie das der hessische Ausbildungspakt darstellt. Nicht 379 Jugendliche waren am Ende unversorgt, sondern weit mehr."Das mache ein Blick auf die Zahlen aus dem sogenannten Übergangsystem deutlich. So wurden allein 7147 Jugendliche von der Bundesagentur in berufsvorbereitenden Maßnahmen untergebracht. Darüber hinaus wurden 2062 Jugendliche in außerbetrieblichen Maßnahmen ausgebildet. Um dies zu finanzieren, habe die Regionaldirektion in Hessen über 63 Millionen Euro Beitragsmittel eingesetzt – "Und das, obwohl mehr als 2.700 Ausbildungsstellen im vergangenen Jahr unbesetzt waren", so Körzell

Im Anbetracht dieser Zahlen könne keineswegs von einem "blühenden Hessen" die Rede sein, sondern wohl eher nach wie vor von "verdörrten Landschaften".

Außerdem stimme es nicht, wenn behauptet werde, dass überbetriebliche Maßnahmen nur von schwachen Kandidaten in Anspruch genommen würden. Körzell: "Hier handelt es sich keineswegs ausschließlich um sogenannte lernschwache Jugendliche. Denn viele von ihnen haben Abitur, Fachhochschulreife oder aber die mittlere Reife." Hier dränge sich der Eindruck auf, dass das Regelsystem genutzt werde, um Jugendliche zu verstecken.

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