Verachtet und verfolgt

Ausstellung zum NS-Vlkermord an den Sinti und RomaBad Hersfeld. Seit ber 600 Jahren leben Sinti in Mitteleuropa, seit fast ebenso langer Z

Ausstellung zum NS-Vlkermord an den Sinti und Roma

Bad Hersfeld. Seit ber 600 Jahren leben Sinti in Mitteleuropa, seit fast ebenso langer Zeit werden sie diskriminiert, entrechtet und verfolgt. Auch in Bad Hersfeld wurden Sinti am 23. Mrz 1943 nach Auschwitz deportiert.

Vom 2. November bis zum 30. November, wird in den Rumen der Kreisverwaltung die Ausstellung Hornhaut auf der Seele gezeigt, die der Landesverband Hessen des Verbands Deutscher Sinti und Roma herausgegeben hat. Die Erffnung findet am Sonntag, 2. November, um 16 Uhr statt.

Vorurteile und Ressentiments

Hier wird auf 65 Tafeln die Geschichte der Verfolgungen von Sinti und Roma in Hessen mit Bildern und Texten seit der frhen Neuzeit dargestellt. Die Verfolgung whrend des Dritten Reiches nimmt dabei einen groen Raum ein, aber auch auf den Antiziganismus, der die Grundlage der Vorurteile und Ressentiments, der Ausgrenzung und der Diskriminierung bildet, wird eingegangen. Es werden Zigeunerbilder entlarvt, in denen sich die Vorurteile manifestieren. Eingang in die Ausstellung haben auch Aussagen aus Interviews mit berlebenden des nationalsozialistischen Vlkermords gefunden.

Konzipiert und gestaltet wurde die Ausstellung, die schon in verschiedenen Stdten Hessens gezeigt wurde, von dem Marburger Historiker und Politologen Dr. Udo Engbring-Romang, der unter anderem 2002 auch das Buch Bad Hersfeld. Auschwitz. Geschichte der Verfolgung der Sinti und Roma in Hersfeld-Rotenburg verffentlicht hat.

Die Ausstellung ist so gestaltet, dass innerhalb kurzer Zeit eine bersicht ber die Verfolgungsgeschichte gewonnen werden kann. Wnschenswert ist, dass vor allem Schulklassen das Angebot wahrnehmen, diese oft bersehene Geschichte kennenzulernen.

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